Werder-Sportchef verrät Baumann traf Werner schon, als Anfang noch Trainer war

Frank Baumann stand mit Ole Werner bereits in Kontakt, als Markus Anfang noch Cheftrainer des SV Werder Bremen war. Das verriet der Sportchef nun.
17.01.2022, 17:18
Lesedauer: 2 Min
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Von Malte Bürger

Unter Ole Werner eilt der SV Werder Bremen momentan von Erfolg zu Erfolg. Vier Spiele, vier Siege, zwölf Punkte – so lautet die makellose Bilanz des 33-Jährigen. Es sieht so aus, als hätte Werder einen Volltreffer auf dem Trainermarkt gelandet, dabei kam Werner eigentlich nur an diesen Job, weil sein Vorgänger Markus Anfang einen Impfpass-Skandal auslöste. Wie Sportchef Frank Baumann nun verriet, stand Werder mit Ole Werner aber schon in Kontakt, als Anfang noch Chefcoach an der Weser war.

„Seinerzeit gab es noch keinerlei Hintergedanken, dass Ole vielleicht mal der nächste Werder-Trainer wird“, sagte Baumann im Interview mit dem „kicker“ über das Treffen, das nach seinen Angaben im vergangenen Frühherbst stattgefunden hat. „Wir wollten uns bewusst zu einem Zeitpunkt treffen, als wir uns nicht auf Trainersuche befanden. Wir haben uns mehrere Stunden über die Situation in Kiel, über Fußball generell und seine Arbeitsweise ausgetauscht.“

Ein paar Monate vorher hatte Werder dagegen intensiv nach einem neuen Coach gefahndet – und dabei auch bei Ole Werner angeklopft. „Als im Mai klar war, dass Florian Kohfeldt nicht unser Trainer bleibt, haben wir erstmals bei Ole vorgefühlt“, erklärte Baumann. „Allerdings hat mit ihm persönlich kein Gespräch stattgefunden, weil er sich mit Kiel auf die laufende Saison konzentrieren wollte. Wir brauchten aber eine schnelle Entscheidung.“

Schnell musste es nach dem Anfang-Aus auch dieses Mal gehen. Und da passte es, dass Werder ausnahmsweise in Vorleistung gegangen war. Eine Selbstverständlichkeit war diese Zusammenkunft nämlich keineswegs. Denn selbst wenn es sportlich mal kriselte, scheute Sportchef Frank Baumann in der Regel ein persönliches, informatives Treffen mit anderen Trainern. Aus Respekt gegenüber dem amtierenden Coach, wie er stets betonte. Das war etwa zu Krisen-Zeiten von Alexander Nouri so, als Baumann dem damaligen Werder-Trainer 2017 öffentlichkeitswirksam bis zuletzt den Rücken stärkte und Gespräche mit potenziellen Nachfolgern stets verneinte. Im vergangenen Frühjahr, als die Bremer unter Florian Kohfeldt dem Abstieg entgegentrudelten, wiederholte sich dieses Verhalten.  „Wir haben intern bisher noch nicht einmal über die neue Saison gesprochen und uns mit keinem Trainer-Kandidaten beschäftigt", meinte damals Clemens Fritz, Werders Leiter Profifußball und Scouting. Diese Einstellung hat sich nun offenbar geändert und im Fall Werner zum Erfolg geführt.

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