Nach Fan-Rückkehr in Rostock Werder hofft auf Spiel mit wenigen Zuschauern

Beim Drittliga-Spiel in Rostock durften wieder wenige Zuschauer ins Stadion. Einen ähnlichen Testlauf kann sich Werder-Chef Klaus Filbry gegen Saisonende unter bestimmten Bedingungen auch in Bremen vorstellen.
21.03.2021, 14:25
Lesedauer: 1 Min
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Von Björn Knips

Die Fans sind zurück im deutschen Profi-Fußball – zumindest in ganz kleiner Zahl in Rostock. Nun hofft auch der SV Werder Bremen, noch in dieser Saison wieder vor Zuschauern spielen zu können. Werder-Boss Klaus Filbry äußerte am Sonnabend in der Halbzeit des Heimspiels gegen den VfL Wolfsburg gegenüber dem TV-Sender Sky den Wunsch, dass demnächst auch im Weserstadion ein Test mit Fans durchgeführt wird.

„Erstmal muss man der Politik in Bremen ein großes Lob aussprechen, weil sie die Stadt und die Menschen sehr gut durch die Pandemie-Situation begleitet“, hob Filbry hervor: „Es gibt ein paar andere Kommunen, die das auch sehr gut machen wie zum Beispiel Rostock und Tübingen, wo sehr differenziert auf Corona geblickt wird. Es ist wichtig, entsprechende Konzepte zu erarbeiten. Das hat Rostock über das Schnelltest-Verfahren, über Hygienemaßnahmen gemacht.“

777 Zuschauer durften am Sonnabend den 1:0-Sieg des Drittligisten gegen den Halleschen FC sehen. Das 29.000 Besucher fassende Ostseestadion wirkte bei der geringen Anzahl der Zuschauer, die zuvor auf Corona getestet worden waren, allerdings immer noch sehr leer. Doch das war zweitrangig. Nach fünf Monaten Profi-Fußball ohne Fans ging es mehr um ein positives Signal. „Es ist schön, dass dieser Test dort stattfindet. Denn für die gesamte Branche ist es elementar wichtig, dass irgendwann wieder die Zuschauer zurückkommen. Wir können nur Lösungen anbieten, die Entscheidung obliegt am Ende des Tages der Politik“, sagte Filbry.

Dabei müsse natürlich die Entwicklung der Pandemie abgewartet werden. „Es gibt Tendenzen, dass die Inzidenzzahlen wieder hochgehen. Es wird aber auch regional auf die Thematik geblickt“, meinte Filbry mit Blick auf Rostock, wo der Inzidenzwert weit unter 50 liegt. Und so wünschte sich der 54-Jährige: „Wenn in Bremen die Inzidenzzahlen vielleicht nicht ganz so hoch sind, dann würde ich mich freuen, wenn wir auch ein Testfall werden könnten und mit Teil-Zuschauern ganz am Ende der Saison Spiele bestreiten könnten.“

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