Gegen Hannover 14.000 Zuschauer zum Auftakt im Weserstadion

Zum Saisonauftakt gegen Hannover 96 dürfte Werder eigentlich vor 21.000 Zuschauern spielen, doch 7000 Plätze davon werden nicht vergeben. Der Verein will zunächst das Hygienekonzept erproben.
15.07.2021, 12:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Carsten Sander und Jürgen Theiner

21.000 Zuschauer im Weserstadion – für dieses Kontingent zum Start der Zweitliga-Saison hat der Bremer Senat am Donnerstagvormittag grünes Licht gegeben. Damit orientiert sich die Bremer Politik an der bundeseinheitlichen Regelung, wonach in den Bundesligen ob der derzeit niedrigen Corona-Inzidenzwerte und steigender Impfzahlen 50 Prozent der Stadion-Kapazitäten genutzt werden dürfen, maximal aber 25.000 Tickets verkauft werden dürfen. Doch der SV Werder Bremen will beim Saisonstart gegen Hannover 96 am 24. Juli dieses Kontingent noch nicht voll ausschöpfen, sondern nur etwa 14.000 Zuschauer ins Weserstadion lassen.

"Wir freuen uns, dass der Senat der Empfehlung der Staats- und Senatskanzleien der Länder gefolgt ist und uns Spiele vor bis zu 21.000 Zuschauern ermöglicht. Da wir ein hochwertiges Hygienekonzept etablieren wollen, halten wir zum Saisonstart eine Größenordnung von 14.000 Zuschauern für realistisch. Wir wollen das dann stufenweise steigern – natürlich abhängig davon, welche Erfahrungen wir machen", teilte Werders Mediendirektor Michael Rudolph auf Nachfrage unserer Deichstube mit. Es können sich ausschließlich Dauerkarten-Inhaber für Tickets bewerben. Das Anmeldeverfahren für die ersten vier Heimspiele beginnt in den nächsten Tagen, danach wird dann ausgelost.

Der Senat verlangt für die Partien auch die Einhaltung einiger Sonderregeln – der Ausschank von Bier und Wein soll zwar erlaubt werden, der Verkauf an angetrunkene Fans jedoch untersagt werden. Stellt sich schon mal die Frage, wer das wie kontrollieren soll. Außerdem sollen keine Stehplätze zugelassen werden. Heißt: die Ostkurve muss – wie einst bei Champions-League-Heimspielen – in einen reinen Sitzplatzbereich umgewandelt werden.

Die Kernfrage wird aber sein, wie die große Zuschauerzahl vor dem Stadion auf ihren Impf- oder Teststatus überprüft werden kann. Nur wer geimpft, genesen oder getestet ist, darf auch tatsächlich rein. Wohl auch deshalb plant Werder zunächst nur mit 14.000 Besuchern.

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Zuletzt hatte im Weserstadion am ersten Spieltag der vergangenen Saison ein Spiel vor Zuschauern stattgefunden. Beim 1:4 gegen Hertha BSC durften damals 8 500 Fans zugucken, aufgrund der Abstandsregel waren mehr Besucher nicht möglich. Nach der Partie ging es dann zurück in den Geisterspielmodus, der nun aber ein Ende finden könnte. Für Werder Bremen wären 14.000 Zuschauer ein enormer Fortschritt, der Club ist unter anderem durch den Fan-Ausschluss in massive finanzielle Probleme geraten, braucht jeden Euro aus dem Ticketverkauf.

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