Überzeugungsarbeit am Telefon Wie sich Werder-Trainer Anfang an der Suche nach Neuzugängen beteiligt

Werder ist bekanntermaßen auf der Suche nach Verstärkungen für fast alle Mannschaftsteile. Trainer Markus Anfang hat nun erklärt, wie er sich an der Suche beteiligt.
16.08.2021, 06:25
Lesedauer: 1 Min
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Von Daniel Cottäus

Markus Anfang steht viel auf dem Fußballplatz, klar, das bringt der Beruf des Trainers nun einmal so mit sich. Bei Werder hat der 47-Jährige aber noch eine weitere Aufgabe übernommen, denn Markus Anfang telefoniert in diesen Tagen auch sehr viel – und zwar mit Spielern, die (noch) nicht zu seiner Mannschaft gehören, es aber nach Möglichkeit bald sollen. „Ich führe Telefonate mit möglichen Neuzugängen“, verriet der Coach nach der 1:4-Pleite gegen Paderborn – ließ dann aber einen ziemlich ernüchternden Satz folgen: „Es wird sehr schwer, die Spieler zu bekommen. Das muss man ehrlicherweise sagen.“

Werder fahndet bekanntermaßen weiterhin nach personeller Verstärkung für die Offensive, auch das Mittelfeld und die Linksverteidigerposition stehen auf der Liste. Bisher ist es Sportchef Frank Baumann und dem Leiter Profifußball Clemens Fritz aber nicht gelungen, Vollzug zu vermelden. Anfang kennt dabei natürlich die finanziellen Zwänge des Vereins. Er betont: „Wir haben unsere wirtschaftlichen Ziele immer noch nicht erreicht, und das ist ein Problem. Wir können nicht einfach mal so einkaufen gehen und bestimmte Summen bezahlen, um einen Spieler sicher zu bekommen.“ Auch deshalb hilft er nach Kräften mit, telefoniert und argumentiert – alleine richten kann er es damit allerdings freilich auch nicht.

„Wenn wir sagen, ein Spieler ist interessant für uns, kann ich nur versuchen, den Kontakt zum Spieler herzustellen und ihn zu überzeugen“, sagte Anfang. Am Ende gebe es aber immer auch einen abgebenden Club „und eine Verhandlung, und das muss dann auch funktionieren“. Bisher hat es das nicht. Werder wartet weiter auf Verstärkung.

Ob die am Ende womöglich doch Marvin Ducksch von Hannover 96 heißen könnte und ob er seinen Ex-Schützling vielleicht auch schon am Telefon gehabt hat, wollte Anfang am Samstag nicht konkret kommentieren. Seine Antwort auf diese Fragen lautete: „Ich bin grundsätzlich mit vielen Spielern, mit denen ich mal zusammengearbeitet habe, in Kontakt geblieben. Marvin ist einer von den Spielern, von denen wir gesagt haben, dass sie eine gute Qualität haben. Alles, was darüber hinausgeht, muss passen. Was die Verhandlungen betrifft, bin ich raus und weiß nicht, was möglich ist.“

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