2. Liga Wontorra nicht zur Wahl des Werder-Aufsichtsrats zugelassen

Der langjährige Fernsehjournalist Jörg Wontorra ist beim Erstliga-Absteiger Werder Bremen nicht zur Wahl des neuen Aufsichtsrates zugelassen worden.
23.08.2021, 15:44
Lesedauer: 1 Min
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Von csa/kni

Mit einigem Getöse hatte er seine Kandidatur gestartet, mit einem Paukenschlag endet sie nun: Jörg Wontorra ist vom Wahlausschuss des SV Werder nicht für die Aufsichtsratswahl nominiert worden. Damit ist dem bekannten TV-Journalisten der Weg in das oberste Kontrollgremium des Vereins, dem er von 1999 bis 2003 schon einmal angehört hatte, definitiv versperrt. Mit der Kampagne „Kein-weiter-so“ hat der 72-Jährige zwar einige enttäuschte und kritische Fans für sich gewinnen können, beim Wahlausschuss ist er dagegen durchgefallen. Auch Wontorras Mitstreiterin Maria Yaiza Stüven Sanchez ist für die Wahl im Zuge der Mitgliederversammlung am 5. September nicht zugelassen worden.

„Ich finde es sehr schade, weil ich gern geholfen hätte, und es mir eine Herzensangelegenheit gewesen wäre, den von Markus Anfang propagierten Wiederaufbau mitzugestalten“, teilte Wontorra in einem schriftlichen Statement mit und kündigte dabei noch an: „Ich werde aber natürlich den Weg von Werder weiter beobachten und in meiner Kolumne im WK begleiten.“

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Gemeinsam waren Stüven Sanchez und Wontorra im Frühjahr an die Öffentlichkeit gegangen und hatten die Verkündung ihrer Kandidaturen mit markanten Sätzen garniert. Mit Botschaften wie „Jetzt reicht’s“, „Kein-Weiter-so“ und „Werder braucht endlich wieder Macher“ erregte das Gespann viel Aufmerksamkeit. Tatsächlich hatte es eine dermaßen laute und offensive Option bei Werder wohl noch nie gegeben. Deutlich kritisierten Wontorra und Stüven Sanchez die sportliche Leitung des Clubs sowie den Aufsichtsrat, und obwohl der Bremer Abstieg so manchen Vorwurf bestätigte, scheiterte die Kandidatur. Ob das tatsächlich Fan-Wille ist, bleibt dahingestellt. Der Wahlausschuss, bestehend aus sieben langjährigen und verdienten Vereinsmitgliedern, hat von seinem per Satzung festgelegtem Recht Gebrauch gemacht, nur Bewerber für die Wahl zuzulassen, die ihm für das Amt geeignet und der Aufgabe gewachsen erscheinen.

Für Wontorra ist es bereits die zweite Niederlage vor dem Wahlausschuss. 2003 war er nach vier Jahren im Aufsichtsrat nur noch als Ersatzkandidat nominiert worden. Daraufhin zog er seine Kandidatur verärgert zurück.     

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