Andreas Lesch zur Schuldendebatte bei Werder Zeit für Unruhe

Jahrelang hat Ruhe zum Markenkern von Werder Bremen gehört; jetzt wird der Klub von Unruhe geschüttelt. So wohltuend die Ruhe wirkte, so wichtig sei die Unruhe, meint Andreas Lesch aus der Sportredaktion des WESER-KURIER.
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Jahrelang hat Ruhe zum Markenkern von Werder Bremen gehört; jetzt wird der Klub von Unruhe geschüttelt. So wohltuend die Ruhe wirkte, so wichtig sei die Unruhe, meint Andreas Lesch aus der Sportredaktion des WESER-KURIER.

Werder muss nun Grundsatzdebatten führen, Werder muss alte Überzeugungen neu diskutieren – sonst wird der Verein abgehängt in einer Branche, die sich rasant verändert.

Werder ist immer stolz darauf gewesen, der etwas andere Fußballverein zu sein. Nur ist das mittlerweile kein Markenzeichen mehr, sondern ein Problem. Werder ist heute der Verein, der kein Geld für Verstärkungen hat – während die Konkurrenten dank neuer Geldgeber ihre Kader aufmöbeln. In der Bundesliga ist Werder auf Platz 18 abgestürzt, ans Ende der Tabelle. Das ist erst einmal nur eine Momentaufnahme, aber es ist auch ein Symbol für die Dimension, die das grün-weiße Drama noch annehmen könnte – und das, nachdem der Verein vor wenigen Jahren Dauergast in der Champions League war.

Wenn das Platz-18-Symbol dazu führte, dass der Aufsichtsrat im Winter plötzlich doch Geld für Einkäufe freigibt, dann wäre es eine große Hilfe. Denn für Werder wäre es deutlich weniger riskant, sich in begrenztem Ausmaß zu verschulden, als in die zweite Liga abzusteigen.

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