Kommentar zum Häusermarkt

Das Heimweh bleibt stark

Hat der Immobilienboom ein Ende? Im Moment spricht zumindest wenig dafür. Doch die Stabilität des Markts hängt an der Gesamtwirtschaft. Und deren Entwicklung ist derzeit wenig absehbar, schreibt Lisa Boekhoff.
08.06.2020, 05:00
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Das Heimweh bleibt stark
Von Lisa Boekhoff
Das Heimweh bleibt stark

Trotz Corona und Kurzarbeit ist die Sehnsucht nach einem Eigenheim immer noch groß, meint Sabine Boekhoff.

Julian Stratenschulte

Plötzlich Stillstand. Plötzlich Krise. Und ganz klar löst das aus, dass Menschen in diesen Zeiten den Kauf einer Immobilie überdenken und Preise hinterfragen. Einen Fehlkauf will sich keiner leisten. Schließlich geht es um das Zuhause und oft eine Investition fürs Leben. Bisher haben wenige Kunden bei hiesigen Banken Immobilienkredite wegen Corona stunden müssen. Ein gutes Signal – für den Moment.

Was bedeutet es aber für den Immobilienmarkt, dass große Teile der Wirtschaft leiden und Menschen arbeitslos werden? Was bedeutet es, wenn die Kurzarbeit in Bremen so hoch wie nie zuvor ist? Viele Folgen der Krise werden erst mit Verzögerung sichtbar werden. Die Entwicklung des Wohnmarkts ist deshalb schwer vorherzusagen.

Allerdings sind einige Konstanten, die den Markt beflügeln, wohl unerschütterlich: Zinsen bleiben noch länger günstig. Die Sehnsucht nach einem Eigenheim und einer Anlage aus Beton ist weiter stark. Derweil das Angebot: knapp. In Bremen stiegen die Preise erneut an. Etwas Erleichterung könnte es aber in der Hansestadt und in Niedersachsen geben, weil bei der Maklercourtage endlich überall halbe-halbe gemacht wird.

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