Werner-Stiftung und Beiräte spenden 6000 Euro

Jugendzentrum „Friese“ erhält 6000 Euro

Die Preisverleihung der Helga- und Reinhard-Werner-Stiftung im Bürgerhaus Weserterrassen muss in diesem Jahr coronabedingt ausfallen. Anstattdessen erhält die „Friese“ 6000 Euro zur Reparatur von Brandschäden.
19.11.2020, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Jugendzentrum „Friese“ erhält 6000 Euro
Von Sigrid Schuer
Jugendzentrum „Friese“ erhält 6000 Euro

Die Stiftung von Helga und Reinhard Werner vergibt in diesem Jahr keinen Förderpreis, sondern setzt das Preisgeld gemeinsam mit den Beiräten Mitte und Östliche Vorstadt für das Jugendzentrum „Die Friese“ ein.

Christina Kuhaupt

Wer in den vergangenen 20 Jahren kurz vor der Adventszeit auch nur einmal eine Preisverleihung der Helga-und-Reinhard-Werner-Stiftung im Bürgerhaus Weserterrassen erlebt hat, der wird diese Veranstaltung nicht so schnell vergessen. Diese strahlenden Gesichter der vielen Kinder und Jugendlichen und ihr Stolz darauf, dass ihre Ideen und Initiativen öffentlich gewürdigt und mit einem Preisgeld bedacht wurden.

Das pensionierte Lehrer-Ehepaar weiß, wie wichtig gerade die Förderung von Kindern und Jugendlichen aus prekären Lebensverhältnissen ist, um ihnen einen guten Start ins Leben zu ermöglichen. Doch die Preisverleihung fällt in diesem Jahr der Corona-Pandemie zum Opfer.

Die Werners wären nicht die Werners, wenn sie sich nicht eine Alternative überlegt hätten. Und da sie selbst seit 1973 im Viertel wohnen und die Gründung des Bürgerhauses Weserterrassen mit auf den Weg gebracht haben, wissen sie auch sehr genau, wo der Schuh drückt. Zum Beispiel im Jugendzentrum „Die Friese“, das durch einen mutmaßlichen rechten Brandanschlag schwer beschädigt wurde.

Die „Friese“ soll nun mit den 6000 Euro, die die Stiftung gemeinsam mit den Beiräten Mitte und Östliche Vorstadt spendiert hat, wieder hergerichtet werden. Das Geld, das in die Neuausstattung der Küche und des Jugendcafés fließen soll, ist dort hoch willkommen, wie Sprecher Carsten Bucher erfreut feststellt und sich im Namen der „Friese“ noch einmal herzlich bedankt.

„Das Engagement ist ein zentraler Bestandteil der Jugendkultur im Stadtteil. Ohne die Friese wäre das Viertel nicht mehr dasselbe“, sagt Steffen Eilers, Sprecher des Beirats Östliche Vorstadt. Und Jonas Friedrich, Sprecher des Beirates Mitte fügt hinzu: „Für viele Kinder und Jugendliche haben die offenen Angebote der Friese einen nahezu identitätsstiftenden Charakter“, das sei während der Pandemie besonders wichtig.

„Etwas Sinnvolles tun ist ein Lebenselixier“, sagte Reinhard Werner vor zwei Monaten, als ihm und seiner Frau Helga der Hilde-Adolf-Preis für ihr bürgerschaftliches Engagement verliehen wurde. Er hat als langjähriges Mitglied des Beirates Östliche Vorstadt viele Vereine, Initiativen, Schulklassen, Jugend- oder Kindergartengruppen kennengelernt, die er gerne fördern wollte. Das pensionierte Lehrer-Ehepaar hat darüber hinaus noch für Schüler in prekären Lebenslagen das Stipendium „Die Bildungsbrücke“ ins Leben gerufen, die regelmäßig von der Friedenskirche, der St.-Petri-Dom-Gemeinde und den Beiräten unterstützt wird.

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