Urteil des Bundesverwaltungsgerichts

Affenversuche sind zulässig

Leipzig/Bremen. Das Bundesverwaltungsgericht hält die Affenversuche an der Bremer Uni für zulässig und sieht hier keinen Beurteilungsspielraum für Bremer Behörden.
04.02.2014, 13:14
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Affenversuche sind zulässig
Von Sara Sundermann

Leipzig/Bremen. Jahrelang wurde vor Gericht um die Tierversuche von Neurobiologen an der Bremer Uni gestritten. Doch die Experimente mit den Makaken sind vertretbar, urteilt jetzt auch das Bundesverwaltungsgericht.

Das Bundesverwaltungsgericht (BVG) bestätigt ein Urteil des Bremer Oberverwaltungsgerichts (OVG), das im Jahr 2012 ein Verbot der Versuche für unzulässig erklärt hatte. Die Affenversuche können also weiterlaufen. Das OVG hatte ausgeführt, die Belastungen der Makaken seien mit Blick auf die große wissenschaftliche Bedeutung der Versuche ethisch vertretbar.

Die Vorgeschichte: Die Bremer Tierschutzbehörde hatte 2008 einen Antrag auf Verlängerung der Versuche abgelehnt. Nach Überzeugung der Behörde leiden die Tiere bei den Experimenten zu sehr. Es folgte ein Rechtsstreit. Das OVG entschied, der Stadt stehe in der Frage der Affenversuche weder ein Beurteilungsspielraum noch sonst ein Ermessen zu. Einspruch gegen dieses Urteil lehnte das OVG ab. Das Bundesgericht bestätigt jetzt, das OVG habe richtig gehandelt. Das Bremer Urteil ist damit rechtskräftig.

Seit 1998 erforschen Neurobiologen um Professor Andreas Kreiter an Makaken-Affen die Funktionsweise des Gehirns. Die Forscher erhoffen sich Erkenntnisse für Therapien gegen Krankheiten wie Epilepsie oder Alzheimer.

Nach Auffassung verschiedener Gutachter werden die Affen im Labor grundsätzlich artgerecht gehalten. Umstritten ist, ob die Versuche selbst legitim sind. Bei den Experimenten reagieren die Affen auf optische Reize am Bildschirm und werden für bestimmte Reaktionen mit Saft belohnt. Dafür werden sie gezielt durstig gehalten, damit sie gut mitmachen. Außerdem wird der Kopf der Affen fixiert. Sie bekommen zuvor kleine Elektroden in den Kopf eingesetzt. Durch das Experiment wollen die Forscher besser verstehen, was im Gehirn bei solchen Prozessen geschieht.

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