Vorstand nominiert Kandidaten

Bovenschulte soll Bremer Bürgermeister werden

Der Vorsitzende der Bremer SPD-Bürgerschaftsfraktion, Andreas Bovenschulte, soll Nachfolger von Bürgermeister Carsten Sieling werden. Der SPD-Landesvorstand hat ihn am späten Donnerstagnachmittag nominiert.
04.07.2019, 19:52
Lesedauer: 2 Min
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Bovenschulte soll Bremer Bürgermeister werden
Von Jürgen Theiner

Der SPD-Landesvorstand hat die Weichen für die Nachfolge von Bürgermeister Carsten Sieling gestellt. Einstimmig nominierte das Führungsgremium am Donnerstag den Vorsitzenden der Bürgerschaftsfraktion Andreas Bovenschulte für den Topjob im Rathaus. Wenn ein Landesparteitag der Sozialdemokraten am Sonnabend ebenfalls zustimmt, ist der Weg frei für den 53-Jährigen. Er könnte dann voraussichtlich am 15. August in der Bürgerschaft als Präsident des ersten rot-grün-roten Senats gewählt werden. Mit dem Votum für Bovenschulte war innerhalb und außerhalb der SPD gerechnet worden.

Ebenfalls einstimmig benannte der Landesvorstand Kandidaten für vier weitere Funktionen im künftigen Regierungsapparat. Die bisherige Bildungssenatorin Claudia Bogedan soll ihre Behörde weiterhin leiten, Gleiches gilt für Innensenator Ulrich Mäurer. Die bisherige Bremerhavener Sozialdezernentin Claudia Schilling ist als Senatorin im Ressort Häfen/Wissenschaft/Justiz vorgesehen, das aus bisher zu anderen Behörden gehörenden Abteilungen zusammengezimmert werden soll. Als künftiger Bremer Bevollmächtigter beim Bund und damit Staatsrat mit Senatsrang soll der bisherige Chef der Senatskanzlei (CdS) Olaf Joachim fungieren.

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Erst am Mittwochabend war Bovenschulte vom Weyher Gemeinderat als Bürgermeister abgewählt worden. In der Nachbargemeinde war er bislang nur auf eigenen Antrag ohne Bezüge beurlaubt, um in die Bürgerschaft einziehen zu können, wo Bovenschulte am 24. Juni die Führung der SPD-Fraktion übernahm. Ohne formelle Abwahl hätte in Weyhe ein Nachfolger Bovenschultes erst im Oktober 2021 – dem regulären Ende der Amtszeit – seine Arbeit aufnehmen dürfen. Die CDU hatte ihm die Abwahl lange verweigert, da sie sein Versprechen nicht erfüllt sah, der Gemeinde volle sieben Jahre zu dienen.

Die Christdemokraten lenkten letztlich ein, wodurch die erforderliche Dreiviertelmehrheit für die Abwahl zustande kam. Ab Mitternacht war Bovenschulte dann endgültig nicht mehr Chef im Weyher Rathaus – und somit komplett frei für das in Bremen.

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