Nach Niedersachsen Bremen führt Maskenpflicht ein

In Deutschland soll es bundesweit eine Maskenpflicht zur Eindämmung des Coronavirus geben. Am Mittwoch kündigte auch Bremen als letztes Bundesland eine Pflicht an. Am Freitag soll sie formell beschlossen werden.
22.04.2020, 13:03
Lesedauer: 2 Min
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Von Maren Beneke Jan-Felix Jasch Silke Hellwig

Auch Bremen führt ab Montag eine Maskenpflicht im Nahverkehr und in Geschäften ein. Wie ein Sprecher des Senats dem WESER-KURIER bestätigte, sei sich der Bremer Senat einig geworden: Am Freitag werde diese formal beschlossen. Zuerst hatte "Buten un binnen" darüber berichtet.

Am Mittwochvormittag hatte bereits Niedersachsen eine landesweite Maskenpflicht eingeführt. Sie wird ebenfalls ab Montag Pflicht und gilt im Nahverkehr und im Einzelhandel, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Mit der Ankündigung Bremens gibt es nun in allen Bundesländern eine Maskenpflicht.

Die Bundesregierung hatte sich zunächst nur darauf verständigt, das Tragen von „Alltagsmasken“ in Bussen und Bahnen sowie im Einzelhandel „dringend zu empfehlen“. Daran hatte sich auch Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) orientiert. Dem Vernehmen nach hatte es um die mögliche Einführung einer Maskenpflicht Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Bremer Senats gegeben. Bovenschulte hatte sich demnach für das Tragen von Masken im ÖPNV und im Einzelhandel ausgesprochen, Bürgermeisterin Maike Schaefer (Grüne) dagegen. Allerdings hat sich die Grünen-Fraktion für eine Maskenpflicht ausgesprochen: „Eine Maskenpflicht im ÖPNV und in Geschäften ist absolut sinnvoll“, so die gesundheitspolitische Sprecherin Ilona Osterkamp-Weber. Am Mittwoch kam dann offenbar die Einigung.

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Von einer Pflicht zum Mund-und-Nasen-Schutz von Montag an sprach die niedersächsische Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) in einer Pressekonferenz. Die Menschen könnten Mund und Nase auch mit einem Schal oder einem Tuch bedecken, wenn sie ein Geschäft betreten oder in Bus und Bahn unterwegs sind. Die Abstandsregeln und das häufige Händewaschen müssten unbedingt beibehalten werden, so Carola Reimann weiter. „Wir müssen wachsam bleiben.“ Sie gehe davon aus, dass diese Maßnahme „viele Wochen und Monate“ Bestand haben werde. „Ich glaube, dass wir eine gute Entscheidung getroffen haben, die von den Bürgern mitgetragen wird“. Ausgenommen von der Pflicht sind Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr und Menschen mit Erkrankungen, die das Tragen verbieten. Ob auch Schülerinnen und Schüler Masken tragen müssen und welche Auflagen, für die im Handel Beschäftigten gelten, werde derzeit noch erörtert. Dem Land Niedersachsen liege daran, dass die Länder bundesweit möglichst einheitliche Verordnungen verabschiedeten. Bremen werden sich an die Regeln in Niedersachsen anpassen, sagte Bremens Regierungssprecher Christian Dohle.

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