Bremen

Neue Nachweis-Regelung für Ausnahmen bei Maskenpflicht

Der Bremer Senat hat eine neue Nachweis-Regelung für die Ausnahmen bei der Maskenpflicht beschlossen. Auf eine ärztliche Bescheinigung wird in bestimmten Fällen verzichtet.
11.05.2021, 13:14
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Von Mathias Sonnenberg
Neue Nachweis-Regelung für Ausnahmen bei Maskenpflicht

Vor dem Hauptbahnhof weisen Schilder auf die hier bestehende Maskenpflicht hin.

Sina Schuldt

In Bremen muss nicht mehr jeder Bürger grundsätzlich eine Bescheinigung vorlegen, wenn er von der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasebedeckung freigestellt ist. Das hat der Senat beschlossen. Nach wie vor müssen Menschen ein ärztliches Attest vorlegen, wenn sie aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung, einer chronischen Erkrankung, einer Behinderung oder einer Schwangerschaft keine Maske tragen können. Auf die Bescheinigung soll aber verzichtet werden, wenn offenkundig ist, dass der Person das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht möglich oder nicht zumutbar ist", heißt es in dem Beschluss. Stattdessen sollen Polizei oder Ordnungsamt, die die Maskenpflicht im öffentlich Raum überwachen, über die Ausnahmen "in geeigneter Weise unterrichtet werden", wie es der Senat formuliert.

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"Menschen, die keine Maske tragen können, erzeugen in ihrem Umfeld leider immer wieder Irritationen, oft berichten sie von Anfeindungen, denen sie ausgesetzt sind", sagte Sozial-Senatorin Anja Stahmann (Grüne), die den Beschluss in die Kabinettsrunde eingebracht hatte. Es habe sich noch nicht überall herumgesprochen, dass es Ausnahmen von der Maskenpflicht gebe, erklärte Stahmann. Dabei könne man es vielen Menschen nicht ansehen, ob sie aus gesundheitlichen Gründen oder wegen einer Behinderung den Mund-Nasenschutz gar nicht tragen könnten. Stahmann bat alle Bremerinnen und Bremer um Toleranz im Umgang mit Menschen, die keine Maske tragen: "Die Betroffenen verzichten damit ja auch auf den Eigenschutz.“ Alle, die die Einhaltung der Maskenpflicht beruflich kontrollieren müssen, bat sie: "Gehen Sie im Einzelfall bitte immer zunächst davon aus, dass es gute Gründe gibt, die Maske nicht zu tragen." Es sollte zunächst immer die "Unschuldsvermutung" greifen".

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