Sondersitzung zum City-Konzept Kritik an Innenstadt-Strategie

Keine Prioritäten, kein Zeitplan und die Kosten fehlen - in einer Sondersitzung der Deputationen Wirtschaft und Bau gab es nicht nur von der Opposition Kritik am Strategiepapier für die Bremer City.
05.11.2021, 18:56
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Kritik an Innenstadt-Strategie
Von Pascal Faltermann

Erst war es ein Schaulaufen mit viel Schulterklopfen, doch dann gab es Kritik, Verbesserungsvorschläge und Druck von der Opposition. Mehr als 40 Teilnehmer aus Politik und Verwaltung diskutierten in einer gemeinsamen Sondersitzung der Deputation für Mobilität, Bau und Stadtentwicklung sowie der für Wirtschaft und Arbeit am Freitagnachmittag über die Strategie für die Bremer City. Senatsbaudirektorin Iris Reuther und Dirk Kühling, Abteilungsleiter im Wirtschaftsressort, stellten den Abgeordneten das Innenstadtkonzept mit dem Titel "Strategie Centrum Bremen 2030+" vor. Das haben die beiden Ressorts mit der Handelskammer erarbeitet, der Senat hatte den Plänen bereits zugestimmt.

Bausenatorin Maike Schaefer (Grüne), Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) und der Abgeordnete Falk Wagner (SPD) lobten das Papier, die Zusammenarbeit und das Bündeln der zahlreichen Maßnahmen. Kritik kam nicht allein aus der Opposition. Christoph Weiss (CDU) bemängelte drei Punkte: Das Fehlen eines konkreten Maßnahmenplanes mit Prioritäten, eines Zeitablaufes und einer Kostenaufstellung. Michael Jonitz (CDU) beanstandete, dass viele Maßnahmen nicht konkret seien. Hellena Harttung, Ortsamtsleiterin Mitte, forderte eine Priorisierung und zügiges Handeln. Der Grünen-Deputierte Philipp Bruck wiederum monierte: "Die Idee der Erreichbarkeit der Innenstadt mit dem Auto, wie sie hier im Konzept dargestellt ist, entspricht nicht der Idee der autofreien Innenstadt, wie wir sie als Koalition vereinbart haben."

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