Öffnungsstrategie für Schulen und Kitas Schnelltests und Impfungen starten in Bremen kommende Woche

Mit Schnelltests für alle und Impfungen für die Beschäftigten soll der Betrieb von Kitas und Grundschulen sicher möglich werden. Bremen setzt das laut Bildungssenatorin Claudia Bogedan „rasend schnell um.“
26.02.2021, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Sara Sundermann und Timo Thalmann

In der kommenden Woche sollen laut Bildungsbehörde Selbstschnelltests an Grundschulen und Kitas anlaufen. Sowohl Beschäftigte als auch Schüler, so der Plan, werden ab dann regelmäßig getestet. Für die Beschäftigten starten zudem die Impfungen. Ab Montag wird in Grundschulen wieder in vollen Klassen vor Ort unterrichtet. Nun sollen in der kommenden Woche mobile Schulungsteams an die Grundschulen und Kitas der Stadt Bremen kommen, die den Beschäftigten zeigen, wie ein Selbsttest funktioniert.

Bremen kauft dazu eine Million Schnell-Selbsttests für Schülerinnen und Schüler. Am Donnerstag hat der Haushalts- und Finanzausschuss die Mittel dafür freigegeben: Der Senat investiert mehr als 3,7 Millionen Euro aus dem Bremen-Fonds. Ist ein Schnelltest positiv, folgen laut Behörde Quarantäne und ein PCR-Test. Für die Schulbeschäftigten hat das Bildungsressort 300.000 Selbsttests gekauft, diese wurden geliefert und können eingesetzt werden, sagt Behördensprecherin Annette Kemp.

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Selbsttests dürften derzeit nur mit Anleitung verteilt werden, wie hier durch die mobilen Teams, so die Sprecherin. „Sie sind aber sehr einfach zu handhaben.“ Es gebe für Schüler keine Testpflicht: „Es ist ein Angebot.“ Beim Einsatz von Schnelltests in Kitas und Schulen sei man in Bremen sehr schnell, sagt Kemp: „Wir sind sicherlich bundesweit mit an der Spitze.“

Die CDU-Fraktion ist noch skeptisch: Sie fordert eine Teststrategie für die Umsetzung ein. Zu befürchten sei sonst eine geringe Beteiligung von Lehrern und Schülern an Tests, wie sie im Januar zu beobachten gewesen sei, warnen die CDU-Abgeordneten Yvonne Averwerser und Jens Eckhoff.

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Parallel zu den Tests werden ab Mitte der kommenden Woche auch die Einladungen für die Corona-Impfungen an die Beschäftigten in den Grundschulen und Förderzentren sowie den regionalen Beratungs- und Unterstützungszentren (Rebuz) verschickt. Für die Angestellten der Kindertagesstätten und den in der Kindertagespflege Beschäftigten sind an diesem Donnerstag die ersten Impftermine vergeben worden. Sie haben die Codes, die man für die Anmeldung benötigt, zumeist über ihren jeweiligen Träger erhalten.

Zum Kreis der jetzt Berechtigten zählen auch die selbstständigen Tagesmütter in Bremen. „Wir arbeiten gerade mit Hochdruck daran, ihnen ihre Codes zu schicken“, sagt Judith Pöckler-von Lingen, Geschäftsführerin der gemeinnützigen Pib GmbH (Pflegekinder in Bremen). Sie bewertet die Impfungen als entscheidenden Baustein, um die Infrastruktur der Kinderbetreuung sicher aufrecht zu erhalten. Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD) bezeichnet die seit diesem Mittwoch geltende Impfberechtigung für die Pädagogen als „gewonnenen politischen Kampf“. Bogedan: „Wir setzen das in Bremen jetzt rasend schnell um. Momentan sieht es so aus, als ob bis Ende März alle Beschäftigten die Impfung erhalten können.“

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