ÖPNV in Bremen BSAG will bis 2038 klimaneutral werden

Busse mit Elektroantrieb, energetisch sanierte Gebäude und nachhaltige Lieferketten: Die BSAG stellt ihren Plan vor, wie sie bis 2038 klimaneutral werden will.
28.12.2022, 15:02
Lesedauer: 2 Min
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BSAG will bis 2038 klimaneutral werden
Von Felix Wendler

Im Jahr 2038 soll Bremen bekanntermaßen klimaneutral sein. Das gleiche Ziel setzt sich nun auch die Bremer Straßenbahn AG (BSAG): Am Mittwoch hat das Unternehmen ein Klimaschutzkonzept vorgelegt, das sich an der politisch beschlossenen "Klimaschutzstrategie für das Land Bremen" orientiert. Geplant sei, die Klimaneutralität ohne die Kompensation durch Zertifikate zu erreichen. Heißt: Die BSAG soll im Jahr 2038 nicht nur auf dem Papier, sondern tatsächlich klimaneutral agieren. In diesen Bereichen will das Unternehmen nachrüsten.

Fahrzeuge: Laut Unternehmensangaben waren Dieselbusse im Jahr 2021 mit 21.000 Tonnen an den direkten CO2-Emissionen beteiligt – der Gesamtwert lag bei 25.000 Tonnen. Der Umstieg auf Elektroantrieb sei von zentraler Bedeutung, sagt BSAG-Vorstand Thorsten Harder. Gleiches gelte für den Ausbau der Ladeinfrastruktur, der bereits angelaufen sei. Zum Jahresende werde die BSAG ihre E-Bus-Flotte auf 20 Fahrzeuge erweitern. Während es sich dabei um Solobusse handelt, sollen zukünftig auch 50 Elektro-Gelenkbusse auf den Bremer Straßen unterwegs sein.

Wann mit diesen Bussen zu rechnen ist, lässt die BSAG seit Monaten offen. Die Kosten für die Beschaffung sowie für den notwendigen Umbau des Betriebshofs Blumenthal taxiert das Unternehmen auf etwa 96 Millionen Euro. Die Umstellung der Busflotte soll dem Plan zufolge in den 2030er-Jahren abgeschlossen sein. Auch den restlichen Fuhrpark, zum Beispiel Sonderfahrzeuge und Baumaschinen, will das Unternehmen demnach klimaneutral umrüsten. Gut aufgestellt sieht sich die BSAG bei den Straßenbahnen, die bereits seit 2010 mit Ökostrom fahren.

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Gebäude: In Werkstätten, Bürogebäuden und auf den Betriebshöfen will die BSAG laut Konzept ihre Beleuchtung auf LED umstellen. Fernwärmeanschlüsse auf dem Betriebshof in der Neuen Vahr sowie in dem noch nicht fertigen Neubau in Gröpelingen sollen dabei helfen, emissionsärmer zu heizen. Dem Unternehmen zufolge werden die Standorte in der Neustadt, Sebaldsbrück und Blumenthal derzeit noch mit Erdgas und Heizöl beheizt. Diese Gebäude sollen demnach energetisch saniert werden, um den Heizbedarf zu reduzieren. Auch der Bau von Fotovoltaik-Anlagen und Solarthermie zur Warmwassererzeugung sei geplant.

Lieferketten und Alltag: Fahrzeuge, Ersatzteile, Baumaterialien, Dienstkleidung – zukünftig will die BSAG laut eigener Aussage bei der Beschaffung von Produkten darauf achten, dass "diese im Idealfall klimaneutral hergestellt und transportiert werden." Auch die Mitarbeiter sollen ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten, indem sie für Dienstreisen zum Beispiel Elektroautos nutzen.

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