Bürger-Service-Center Mitte Bürger stehen Schlange

Viele Bremerinnen und Bremer lassen ihren Pass kurz vor dem Urlaub verlängern - sagt Marita Wessel-Niepel, Leiterin des Stadtamtes. Ein Besuch beim Bürger-Service-Center Mitte in der Pelzerstraße.
04.08.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Bürger stehen Schlange
Von Anke Landwehr

Cynthia Zimmermann (27) und Stephen Sonack (25) waren schon um 20 vor 8 da. „Da war das so derbe voll, dass wir erstmal einen Kaffee trinken gegangen sind“, sagt Zimmermann. Eine Stunde später ist die Schlange vor dem Bürger-Service-Center Mitte in der Pelzerstraße kürzer geworden, eine Viertelstunde später hat sie sich ganz aufgelöst. Auch das junge Paar ist durch die Drehtür verschwunden: Es ist jetzt drin, aber noch nicht dran. Die beiden wollen sich ummelden, und sie wollen einen Personalausweis beantragen.

In der Pelzerstraße ist es ungefähr halb neun, Martin Klüvner steht seit einer halben Stunde in der Schlange. Der 26-Jährige hat durch die Scheibe gelinst und gesehen, dass nur ein Schalter besetzt ist. „Ich wette, ich stehe hier noch um zehn“, grummelt er. Dabei hat Klüvner an diesem Tag noch zwei weitere Dinge zu erledigen. Mindestens einen Termin kann er wohl knicken. Der Bremer will sich nur ummelden, „eine Sache von fünf Minuten“. Vermutlich wird er gleich einen Termin bekommen, der die Zwei-Wochen-Meldefrist außer Kraft setzt.

Und am Montagmorgen habe eine Frau ihren Reisepass verlängert bekommen, die am Nachmittag in Urlaub fliegen wollte. „Davon haben wir derzeit rund 40 Fälle pro Tag“, sagt Wessel-Niepel. Darunter fallen Kinderreisepässe, die zwar eigentlich noch gültig sind, von manchen Ländern aber nicht anerkannt werden, weil das Kinderfoto zu alt ist. Es kann ausgetauscht werden, was offenbar nicht wenige in letzter Minute erledigt haben wollen.

Drinnen sind inzwischen alle Schalter besetzt, jetzt geht es fix voran. Wessel-Niepel sagt, im Empfang arbeiteten grundsätzlich durchgängig immer drei Kräfte. Im Sommer dürften nur 25 Prozent der Belegschaft gleichzeitig in Urlaub. Und etwa zehn Prozent seien derzeit krank. Diese Ausfälle sollten nun durch Vertretungskräfte aus dem Finanzressort, Nachwuchskräfte und Studenten ausgeglichen werden, sagt Wessel-Niepel.

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