Kommentar über Frauenförderung Das Landesgleichstellungsgesetz ist zu lasch

Wer sich über simple Regeln der Gleichberechtigung ohne Begründung hinwegsetzt, muss bestraft werden, findet Lisa-Maria Röhling.
09.12.2018, 21:43
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Das Landesgleichstellungsgesetz ist zu lasch
Von Lisa-Maria Röhling

Die Gleichstellung der Geschlechter ist ein zäher Prozess. Statistik um Statistik bescheinigt seit Jahren, dass es Frauen am Arbeitsmarkt immer noch schwer haben, dass der berufliche Aufstieg für sie hart ist, dass sie in Führungspositionen nur selten ankommen. Die öffentlichen Verwaltungen wollten es deshalb vormachen, mit Gleichstellungsgesetzen zeigen, wie Parität aussehen kann.

In Bremen ist die Verwaltung ein schlechtes Vorbild: Auch wenn das hiesige Gleichstellungsgesetz Erfolge bewirkt hat – es sind Etappensiege, zu langsam, zu klein. Das Gesetz ist mehr Richtlinie als Regelwerk. Die Forderung der Frauenbeauftragten nach Sanktionen für seine Nichteinhaltung ist deshalb richtig.

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Das Gesetz ist zu lasch: Wer sich über simple Regeln der Gleichberechtigung ohne Begründung hinwegsetzt, muss bestraft werden. Auch wenn Quotierungen und strenge Regeln manchmal lästig sind; Gleichberechtigung ist zu wichtig für eine moderne Gesellschaft, um sie zu ignorieren. Aber wenn der Staat es nicht vormacht, wird es noch Jahrhunderte dauern, bis auch in der Politik und der freien Wirtschaft Parität herrscht.

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