Demenz Tagelang im Ungewissen

Auch Angehörige von Demenzkranken dürfen in Pandemiezeiten nicht immer mit in die Klinik. Die Ehefrau eines Patienten versuchte vergeblich, etwas über den Zustand ihres Mannes zu erfahren.
11.07.2022, 05:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Tagelang im Ungewissen
Von Monika Felsing

Allmählich ist wieder der Alltag eingekehrt. Die Ängste, die sie um ihren demenzkranken Mann ausgestanden hat, kann Ingrid Kyntschel aber nicht so einfach vergessen. Er hatte vermutlich eine Infektion und war nachts ins Klinikum Bremen-Mitte eingeliefert worden. Auf die Innere, wie sie erfuhr. Ansonsten aber blieb sie als pflegende Angehörige, die eine General- und Vorsorgevollmacht und damit ein Recht auf Auskunft hat, im Ungewissen. "Zwei Tage habe ich telefonisch niemanden erreicht", sagt sie. "Ich wusste nicht, was mit meinem Mann los ist. Keiner war zuständig. Man wurde den ganzen Tag vertröstet, zwei Tage lang. So hilflos habe ich mich in meinem ganzen Leben noch nicht gefühlt."

Weiterlesen mit

8,90 € 0,00 € im 1. Monat

  • WK+ Artikel im Web und in der News-App
  • 1 Monat ausgiebig testen
  • Monatlich kündbar

1. MONAT GRATIS

Integer tincidunt. Cras dapibus. Vivamus elementum semper nisi. In enim justo, rhoncus ut, imperdiet a, venenatis vitae, justo. Nullam dictum felis eu pede mollis pretium.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren