Verkehrsversuch startet Sperrung der Martinistraße hat begonnen

In der Bremer Martinistraße hat an diesem Donnerstag ein groß angelegter Verkehrsversuch begonnen. Zum Auftakt gibt es eine dreiwöchige Vollsperrung der 800 Meter langen City-Verbindung.
21.07.2021, 17:38
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Sperrung der Martinistraße hat begonnen
Von Jürgen Hinrichs

An diesem Donnerstag hat um Punkt sechs Uhr in der Früh in der Martinistraße ein großes Experiment begonnen. Bis zum 18. April 2022 wird die 800 Meter lange Verbindung zwischen Brill und Tiefer in verschiedenen Formen für den Verkehr verändert. Zum Auftakt gibt es eine Vollsperrung. Sie gehört zum Gesamtpaket, ist aber nicht Teil des eigentlichen Verkehrsversuchs – so weit wollen die Planer nicht gehen, die Sperrung als eine der möglichen Optionen für die Zukunft anzusehen. „Mit diesem Event werden die Phasen der folgenden Verkehrsversuche eingeläutet“, erklärt die Verkehrsbehörde. Ein Event deshalb, weil hinter den Absperrschranken, die in der Nacht zu Donnerstag aufgebaut werden, Bremens erste Surfwelle entsteht.

Fast drei Wochen lang können Sportler in Höhe Pieperstraße auf einer ewigen Welle ihrem Hobby frönen. Das Wasser wird nach Darstellung der Veranstalter auf ein aufblasbares Keilkissen gepumpt und wallt sich zu einem Schwall auf, von Surfern „Flow“ genannt. Nach und nach kommen in der Martinistraße zwischen Pieperstraße und Tiefer weitere Teile des Rahmenprogramms hinzu: Hochbeete, ein Hopfengarten, ein "Markt der guten Dinge" und vier Aussichtsplattformen, die mit Themen bespielt werden. Es gibt Konzerte, Lesungen, Theater und gastronomische Angebote. Für das Programm fallen Kosten in Höhe von 500.000 Euro an. Die Summe ist Teil der 1,3 Millionen Euro, die insgesamt für den Verkehrsversuch ausgegeben werden.

Für die Zeit der Sperrung empfiehlt das Amt für Straßen und Verkehr eine Umfahrung des Bereichs via Brill, Langemarckstraße, Westerstraße, Osterstraße, Wilhelm-Kaisen-Brücke, Tiefer und umgekehrt.  Das Presseparkhaus ist jederzeit über den Tiefer erreichbar; die Einbahnstraßenregelung in der Langenstraße zwischen Martinistraße und Bürgermeister-Smidt-Straße wird umgedreht. Im Sperrbereich gibt es eine Rettungsgasse für Polizei, Feuerwehr und Notärzte. Für Lieferverkehr und Fahrzeuge, die aufgrund ihrer Größe nicht auf der Straße wenden können, werden kostenfreie Sondergenehmigungen ausgegeben. 

Nach der Vollsperrung beginnt am 11. August der eigentliche Verkehrsversuch mit einem Zweirichtungsverkehr. Die Martinistraße hat dann nicht mehr vier, sondern nur noch zwei Spuren, was über den Versuch hinaus so bleiben wird. Vom 2. September bis zum 21. November gilt von der Pieperstraße in Richtung Brill eine Einbahnstraßenregelung. Danach wird der Verkehrsversuch mit dem Zweirichtungsverkehr fortgesetzt. Während der gesamten Versuchszeit gilt Tempo 20.

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