Das Gesicht des Festivals

Festival Maritim: Fritz Rapp ist von Anfang an dabei

Einer, der von Anfang an beim Festival Maritim in Bremen-Vegesack dabei war, ist Fritz Rapp vom Vegesack Marketing. Er hat im Laufe der zwei Jahrzehnte viele Kontakte ins In- und Ausland aufgebaut.
03.08.2018, 21:08
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Festival Maritim: Fritz Rapp ist von Anfang an dabei
Von Michael Brandt
Festival Maritim: Fritz Rapp ist von Anfang an dabei

Fritz Rapp ist zwar das Gesicht des Festivals Maritim geworden, betont aber, dass die Organisation nur mit Teamarbeit klappen kann.

Doris Friedrichs

Das Festival Maritim, das sich heute als deutschlandweit einmaliges Festival in Sachen See-Musik versteht, ist vor fast zwei Jahrzehnten als kleines, überschaubares Kulturevent an den Start gegangen. Einer, der von Anfang an dabei war, ist Fritz Rapp vom Vegesack Marketing. „Am Anfang stand eine Idee von Bremen-Nords damaligem Kulturreferent Egbert Heiß und Hartmut Emig, dem Leiter der Gruppe ‚Hart Backbord'.

Beide waren sich einig, dass ein Festival, das im Zeichen von Shantys und Seemannsliedern steht, wunderbar zum Standort Vegesack passen würde“, erinnert sich Rapp. Im September 1999 ging das Festival zum ersten Mal über die Bühne. Pate standen dabei Städte wie das englische Liverpool und Paimpol in Frankreich, die sich mit ähnlichen Veranstaltungen bereits einen Namen gemacht hatten.

Fritz Rapp schildert die Weiterentwicklung in den folgenden Jahren: „Shantys sind der Ursprung allen maritimen Liedguts und beschreiben das oft beschwerliche Leben der Seeleute früherer Zeiten, die harte Arbeit an Bord und die Sehnsucht nach zu Hause. Wir haben schnell gemerkt, dass wir eine Ergänzung zu diesen eher traditionell geprägten Songs brauchen. In der Folge haben wir immer mehr Folkbands ins Programm eingebaut.“

Lesen Sie auch

Jahr für Jahr kamen mehr Menschen zum Festival Musik Maritim, wie es zunächst noch hieß. Natürlich kann Rapp Geschichten aus all den Jahren erzählen. Zum Beispiel diese: „Verrückt ist die Geschichte mit dem Hochwasser: Innerhalb von Minuten war die Weserpromenade im Stadtgarten überschwemmt. Während wir die Konzerte in die umliegenden Kneipen, Hotels und Restaurants verlagern konnten, fanden sich die Standbetreiber von jetzt auf gleich knietief im Wasser stehend wieder. Darunter auch ein Anbieter, der mit mit Austern, bretonischen Galets und Cidre eigens aus Frankreich angereist war. Am Festivalsonntag war er spur- und kommentarlos verschwunden. Einziger Trost: Die restlichen Cidre-Flaschen hat er zurückgelassen“, erinnert sich Fritz Rapp.

Er hat im Laufe der zwei Jahrzehnte viele Kontakte ins In- und Ausland aufgebaut. Freundschaftliche Beziehungen zu vielen Musikern, unter anderem zu Bert Hobo von Paddy’s Passion oder Hero und Janneke Wolthuis von Armstrong’s Patent, spielen dabei eine Rolle. Letztere organisieren ein Seamusic-Festival im niederländischen Appingedam, dort ist Rapp regelmäßig zu Gast und schaut sich nach neuen Gruppen um.

Lesen Sie auch

Fritz Rapp ist zwar das Gesicht des Festivals Maritim geworden, betont aber, dass die Organisation nur mit Teamarbeit klappen kann. „Das ist, wie beim Fußball, immer eine Mannschaftsleistung.“ Das Team des Vegesack Marketing kümmert sich um alle Aufgaben, zu denen auch die Unterbringung der Musiker in den Hotels gehört. „Sie alle sollen einen angenehmen Aufenthalt in Vegesack haben.“

Das führt seiner Einschätzung auch zu dem Punkt, der das Festival so besonders mache: die freundschaftlich-familiäre Atmosphäre, die dadurch entsteht, dass Künstler sich während des gesamten Wochenendes im Stadtteil aufhalten, sich austauschen, Kontakte knüpfen und Nationen übergreifende Freundschaften pflegen können.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+