Kommentar über die Lesumbrücke

Gut überbrückt

Die halbseitige Sperrung der Lesumbrücke ist hinderlich. Trotzdem gut, dass die Rufe nach einer Behelfsbrücke ungehört blieben. Inzwischen steht fest: Das wäre purer Aktionismus gewesen, meint Justus Randt.
07.11.2019, 21:23
Lesedauer: 1 Min
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Gut überbrückt
Von Justus Randt
Gut überbrückt

Die Lesumbrücke ist derzeit nur eingeschränkt befahrbar und damit ein Nadelöhr. Jetzt soll die Brücke wieder flottgemacht werden.

Michael Bahlo /dpa

Ohne zweite Meinung wäre es auch nicht schneller gegangen mit der Lesumbrücke. Billiger gleich gar nicht. Teuer war allerdings das Gutachten, das im Sommer zu dem Schluss kam: Das Stahlbauwerk im Verlauf der Autobahn 27 sei irreparabel. 300.000 Euro hat es das Land Bremen gekostet, das zu erfahren. Noch einmal 50.000 Euro wurden für eine weitere fachliche Stellungnahme veranschlagt, die da lautet: Die mehr als 70 Jahre alte Brücke lässt sich noch mal herrichten, bis der sowie geplante Neubau 2028 steht. Gut, dass die vehementen Rufe nach einer Behelfsbrücke kein Gehör gefunden haben.

Die Kosten hätte der Bund getragen, die verkehrstechnisch als, gelinde gesagt, B-Lösung beschriebene Variante hätten Pendler wie Transporteure bis 2020 aushalten müssen. Jetzt kommt es besser, allen Zweifeln zum Trotz. Das können sich die Experten vom Amt für Straßen und Verkehr als ihren Erfolg anrechnen. Sie hatten von Anfang an darauf gesetzt, die Brücke dank Fachwissen und Erfahrung vorerst wieder flottzubekommen. Vielleicht könnte Bremen mit diesen Fähigkeiten seiner Behörde Einnahmen erzielen: Bundesweit nimmt die Zahl maroder Brücken zu.

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