DNA-Analyse soll Aufschluss geben

Hund oder Wolf reißt junges Kalb

Wesermarsch (bak). Der Wolf könnte in der Wesermarsch angekommen sein. Das Ehepaar Heidi und Jürgen Grabhorn hat auf einer ihrer Weiden auf dem nur von der Gemeinde Berne aus erreichbaren Elsflether Sand am Sonntagmorgen ein totes Kalb gefunden.
28.04.2015, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Hund oder Wolf reißt junges Kalb
Von Barbara Wenke

Der Wolf könnte in der Wesermarsch angekommen sein. Das Ehepaar Heidi und Jürgen Grabhorn hat auf einer ihrer Weiden auf dem nur von der Gemeinde Berne aus erreichbaren Elsflether Sand am Sonntagmorgen ein totes Kalb gefunden. Die linke Gesichtshälfte des junges Tieres war großflächig weggerissen. „Das ist für einen Hund relativ unwahrscheinlich“, urteilt der Geschäftsführer des Kreislandvolkverbandes Wesermarsch, Manfred Ostendorf.

Heidi und Jürgen Grabhorn betreiben auf dem Elsflether Sand einen landwirtschaftlichen Betrieb mit 100 Mutterkühen. Diese laufen den Sommer über gemeinsam mit ihren Kälbern auf den Weiden. Auf der betroffenen Wiese am Elsflether Sand befanden sich zur Tatzeit zwischen Sonnabend, 21 Uhr, und Sonntag, 5.30 Uhr, fünf Kühe mit ihren Kälbern.

Der Wolfsberater des Landkreises Wesermarsch, Jürgen Ahlers, hat am Sonntagmorgen DNA-Proben genommen und zur Auswertung an ein Institut in Hessen geschickt. Mit dem Ergebnis wird in zehn bis zwölf Wochen gerechnet. „Auch wenn es kein Wolf war, ist der Vorfall schlimm genug“, sagt Heidi Grabhorn, „weil der Hund in dem Fall nicht angeleint war.“ Auf einen Fuchs sei das tote Kalb wohl nicht zurückzuführen. Jäger hätten ihr mitgeteilt, dass Füchse sich lieber an Aas vergreifen, als selbst derart große Tiere zu reißen.

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