Anerkennung als Kulturorte

Mehr Schutz für die Musikclubs

Die Koalition will Spielstätten fördern und baurechtlich vor Verdrängung schützen. Clubbetreiber erklären, warum es wichtig ist, dass Livespielstätten als Kulturorte anerkannt werden.
07.05.2021, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Mehr Schutz für die Musikclubs
Von Pascal Faltermann
Mehr Schutz für die Musikclubs

Nico Hirschmann betreibt das Papp und den Konzertraum in den Pusdorf Studios.

Frank Thomas Koch

Zwischen alter Industrie, Fabrikhallen und Hafen haben sich die Pusdorf Studios in einem ehemaligen Werftgelände eingenistet. Dort, wo Filmproduzenten, Grafiker und Medienschaffende im Hohentorshafen in Woltmershausen arbeiten, bespielt Nico Hirschmann eine Konzerthalle. Zusammen mit Timo Schumacher hat er zahlreiche Konzerte in dem ehemaligen Isolierbetrieb mitorganisiert. Tom Klose, Hundreds oder Erotik Toy Records standen dort auf der Bühne. Nächte für Literatur fanden statt, 100 verschiedene Discjockeys legten auf. Kleinere Konzerte und Lesungen realisieren Hirschmann und Schumacher im Papp am Eingang der Neustadt. Bislang galten diese beiden Musikclubs als Vergnügungsstätte. Das ändert sich gerade auf Bundes- und Länderebene. In Bremen liegt seit vergangenen September der Bürgerschaftsantrag mit dem Titel „Music was my first love – Musikclubs als Kulturorte anerkennen und fördern" vor, der das ändern soll. Die Bundesregierung entscheidet am Freitag über einen entsprechenden Antrag.

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