Kurdischer Dichter Ahmed Yusuf "Ich schreibe, damit die Menschen wissen, wer ich bin"

Ahmed Yusuf flüchtete aus Syrien nach Bremen. Seitdem schreibt er Gedichte über den Schmerz, den er und sein Volk erlitten haben. Seine Mentorin ist inzwischen zum inoffiziellen Familienmitglied geworden.
12.01.2022, 14:43
Lesedauer: 3 Min
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Von Simon Wilke

Ahmed Yusuf zeigt das Dokument mit dem er sich ausweist. Oder auch nicht ausweist. Ein Staat ist auf dem abgegriffenen Zettel nicht verzeichnet, nur ein altes Foto trägt er, dazu Name, Eltern, Schulbesuch. Yusuf ist Kurde aus dem Nordosten Syriens, 120.000 von ihnen waren im Zuge einer Volkszählung 1962 ausgebürgert worden. Sie und ihre Nachkommen gelten heute als staatenlos, und Yusuf ist einer von ihnen. Sie dürfen nicht studieren, nicht wählen, heiraten oder reisen. Als seine Heimat zum Kriegsgebiet wird, flüchtet er nach Deutschland und landet in Bremer Norden. Seitdem schreibt Yusuf Gedichte und Novellen.

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