Fünf Tage Windjammer-Festival Leinen los für die Sail in Bremerhaven

Traditionssegelschiffe aus aller Welt haben zum 9. internationalen Windjammer-Festival in der Seestadt Bremerhaven festgemacht. Prominentester Segler war am Mittwoch Bundespräsident Joachim Gauck.
12.08.2015, 16:30
Lesedauer: 2 Min
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Joachim Gauck braucht man nicht von maritimen Themen zu überzeugen. Der Bundespräsident ist ein Sohn der Küste. Er fühlte sich bei der Eröffnung der Sail 2015 wohl in Bremerhaven, auch wenn seine Heimat die Hansestadt Rostock und die Ostsee ist.

Aber als Hanseat ist er auch in der Seestadt Bremerhaven zu Hause. Bei so viel maritimem Flair gehe ihm als "Küstenmensch das Herz auf", gestand der 75-Jährige, der mit seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt am Mittwoch nach Bremerhaven kam und dafür seinen Urlaub unterbrach.

Dass sich Gauck als Schirmherr auf der Weser wohl fühlte, war offensichtlich. An Bord des knapp 30 Meter langen Traditionsseglers "Grönland" nahm er die kilometerlange Windjammer-Parade auf der Weser ab. Während der Fahrt kletterte er auf dem Schiff kurzerhand ins Klüvernetz, das direkt unter dem Rundholz liegt, das als Klüverbaum über das Schiffsvorderteil hinausragt. Sail-Organisator Heino Tietjen war ganz begeistert von der guten Laune: "Der Bundespräsident hat super mitgespielt. Das war wirklich top."

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Für die Organisatoren lief der Auftakt bestens. "So einen starken Anfang hatten wir noch nie", sagte Tietjen, der seit der ersten Sail 1986 dabei ist. Die Besucherzahl sei schwer zu schätzen am ersten Tag. "Ich schätze trotzdem: Es waren 100 000 Menschen."

Auch das Wetter spielte mit. Pünktlich zur Einlaufparade ließ sich am Mittag die Sonne sehen. Dazu gab es Windstärke drei aus Nordnordost. Perfektes Segelwetter. Die meisten Traditionsschiffe defilierten mit voller Takelage an den Besuchern auf der Deichpromenade vorbei.

Offiziell eröffnete Gauck, dessen Vater Kapitän war, das Windjammer-Treffen gegen 17 Uhr mit drei Salutschüssen aus einer historischen Kanone.

An Land erwartet die Besucher an den kommenden Tagen ein buntes Programm auf drei Bühnen mit rund 50 Konzerten. Ein Riesenrad und zahlreiche Imbissbuden sind aufgestellt. Zudem lockt das Fest mit einem Schlepperballett, einer Vorführung der Seenotretter, einer Mini-Sail mit Modellbooten, einem Ballonfahrertreffen und am Samstagabend mit einem Höhenfeuerwerk.

Die Segelschiffe bringen über 3000 Segler aus aller Welt nach Bremerhaven. Die Hotels der Seestadt sind ausgebucht. Die Tourismusbranche rechnet mit einem Gesamtumsatz von rund 30 Millionen Euro. Die Kosten für die Sail belaufen sich schätzungsweise auf knapp drei Millionen Euro. (dpa)

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