Östliche Vorstadt Mitglieder von „Leben im Viertel“ treten bei Beiratswahl an

Sechs Mitglieder der vor vier Jahren gegründeten Bürgerinitiative „Leben im Viertel“ treten Ende Mai bei den Wahlen zum Beirat Östliche Vorstadt an.
14.04.2019, 22:38
Lesedauer: 1 Min
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Mitglieder von „Leben im Viertel“ treten bei Beiratswahl an
Von Sigrid Schuer

Von den derzeit 16 Mitgliedern der seit vier Jahren existierenden Bürgerinitiative „Leben im Viertel“ treten am 26. Mai sechs Kandidaten als Wählergemeinschaft zur Wahl des Beirates Östliche Vorstadt an. Spitzenkandidat ist der pensionierte Lehrer Stefan Schaftheitlin, auf Platz zwei kandidiert der Sozialwissenschaftler Peter Altvater, der in der Humboldtstraße wohnt. Und der schildert in einem Pressegespräch auch gleich einen der Hot Spots, an dem es neben der Sielwallkreuzung, dem Ziegenmarkt und der Helenenstraße ständig Ärger gebe.

„Ich wohne in der Humboldtstraße und da treffen sich im Sommer an den Wochenenden so zwischen 200 und 300 Leuten, um bis in die Morgenstunden hinein zu feiern“, schildert er. Die Bürgerinitiative „Leben im Viertel“ wehrt sich gegen die zunehmende „Ballermannisierung des Viertels“ mit allen Begleiterscheinungen. Als unzumutbar empfinden die Mitglieder „die hemmungslose öffentliche Drogendealerei“, die seit Jahren geduldet werde, so Altvater, aber auch die zunehmende Vermüllung und die Lärmbelästigung.

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Die Forderungen der Bürgerinitiative: Sie möchte unter anderem, dass leer stehende Geschäftsräume kulturell zwischengenutzt werden, bevor sich noch mehr Kioske ansiedeln können. Die Mitglieder der Bürgerinitiative haben intensiv recherchiert und können an Hand von Fotos nun belegen, wie sehr Viertel und Steintor im Zeitraum zwischen 2001 und 2014 ihr Gesicht verändert haben. „Die Zahl der Betriebe der Außengastronomie hat sich auf 45 verneuntfacht und Restaurants und Kioske sind von 29 auf 76 angestiegen“, sagt Werner Scharf, Vorsitzender von „Leben im Viertel“, der seit mehr als 40 Jahren am Körnerwall lebt. Außerdem müsse für das Steintor wieder eine Konzessionssperre eingeführt werden, so eine weitere Forderung.

Aus ihrer Sicht finden die Mitglieder der Bürgerinitiative für ihre Anliegen zu wenig Gehör in dem ihrer Ansicht nach zu zaghaft agierenden Stadtteil-Parlament. Das wollen sie nun mit ihrer Kandidatur für den Beirat Östliche Vorstadt ändern. „Wenn wir gewählt werden sollten, haben wir ganz andere Möglichkeiten der Einflussnahme“, betont Schafheitlin. „Außerdem sind wir parteipolitisch unabhängig und nicht wie die etablierten Akteure im Beirat Parteistrategien verpflichtet“.

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