Ein Jahr im Eis „Mosaic“-Expedition in der Arktis: Freude über Ende der Dunkelheit

Freude auf der „Polarstern“: Nach langer Dunkelheit haben die Teilnehmer der Mosaic-Expedition die ersten Lichter entdeckt. In der sogenannten nautischen Dämmerung erleben sie Vorboten der Sonne am Himmel.
17.02.2020, 14:56
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Von Janet Binder

Wissenschaftler und Crew auf der in der Zentralarktis driftenden „Polarstern“ freuen sich nach Monaten der Dunkelheit über die ersten Lichter: In der sogenannten nautischen Dämmerung erleben sie Vorboten der Sonne am Himmel. Sie bleibt dabei allerdings noch unter dem Horizont, nur ihr gestreutes Licht ist sichtbar. „Die Sonne ist am 12. März wieder über dem Horizont“, schrieb Sven Schnieder am Montag an die Nachrichtenagentur dpa. Schnieder ist Küchenchef auf dem Forschungsschiff des Alfred-Wegener-Instituts. „Jetzt kommen erst mal schöne Tage und man kann sein Zuhause im Hellen erkunden.“

Der Koch aus Langen bei Bremerhaven ist nach einer Unterbrechung seit November 2019 wieder an der Bord der Polarstern, die im Zuge der „Mosaic“-Expedition rund ein Jahr lang angedockt an eine Eisscholle driftet. Anfang April wird Schnieder zusammen mit anderen Expeditionsteilnehmern aus der Arktis nach Hause fliegen. Auf der Scholle war eine Start- und Landebahn angelegt worden.

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Bisher konnten Wissenschaftler und Crew per Schiff ausgetauscht werden. Das wird bald nicht mehr möglich sein, da bis Juni die zentrale Arktis selbst für Eisbrecher unzugänglich ist. Die „Polarstern“ war mit hundert Wissenschaftlern an Bord am 20. September 2019 vom norwegischen Tromsø aus gestartet, im Herbst wird sie zurückerwartet.

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