Kommentar zu verstärkten Kontrollen

Mehr Druck im Kampf gegen Clan-Kriminalität

Im Kampf gegen die Clan-Kriminalität schlägt der Rechtsstaat zurück - durchaus mit Erfolg. Doch dieser Kampf wird noch lange dauern, meint unser Kommentator Norbert Holst.
03.09.2019, 21:45
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Mehr Druck im Kampf gegen Clan-Kriminalität
Von Norbert Holst

Die Unionsfraktion im Bundestag will im Kampf gegen Clan-Kriminalität aufrüsten. Kontrollen und Razzien sollen intensiviert, Behörden wie Zoll und Ausländerämter stärker eingebunden werden. Auch die Abschöpfung von Vermögen, das aus kriminellen Aktivitäten stammt, soll verschärft werden.

Endlich! Den Clans wird der Kampf angesagt, der Rechtsstaat schlägt zurück. Man fragt sich nur: Warum erst jetzt? Viel zu lange wurde das Problem kleingeredet oder ignoriert – oft aus falsch verstandener Toleranz. Heute gelten vor allem Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Berlin als Hochburgen krimineller Clans.

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Seit vielen Monaten verfolgen das Bundeskriminalamt und die Polizei in den Ländern eine Politik der Nadelstiche. Der Höhepunkt: die Ausweisung von Ibrahim Miri, Kopf einer aus dem Libanon stammenden Bremer Großfamilie. Laut polizeilicher Einschätzung hatte die spektakuläre Aktion Abschiebung einen „wirkungsvollen Effekt“ auf das Milieu. Doch der Kampf gegen die Clans wird noch lange dauern: Man kann nicht in drei Jahren gewinnen, was man in mehr als 30 Jahren hat einfach geschehen lassen.

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