ÖPNV Nachfolge für Neun-Euro-Ticket: Schaefer lehnt Nord-Ticket ab

Das niedersächsische Verkehrsministerium will ein norddeutsches Nachfolgemodell für das Neun-Euro-Ticket umsetzen. Bei Bremens Verkehrssenatorin Maike Schaefer stößt das sogenannte Nord-Ticket auf Skepsis.
02.08.2022, 05:53
Lesedauer: 1 Min
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Nachfolge für Neun-Euro-Ticket: Schaefer lehnt Nord-Ticket ab
Von Nina Willborn

Die Idee des niedersächsischen Verkehrsministeriums, das Neun-Euro-Ticket nach August mangels eines gesamtdeutschen Folgeangebots als norddeutsches Modell fortzusetzen, stößt bei Verkehrssenatorin Maike Schaefer (Grüne) auf Skepsis. „Ein solches Ticket müsste vom Bund finanziert werden“, sagte sie. „Und da ein solches Nord-Ticket sofort berechtigte Begehrlichkeiten in allen anderen Regionen Deutschlands auslösen würde, ist der Einsatz der Bundesländer über die Verkehrsministerkonferenz für eine bundesweite Lösung zielführender.“

Ein baldiges Zusammentreffen der Verkehrsminister der Länder fordert der stellvertretende Fraktionschef der SPD im Bundestag, Detlef Müller. Auf dieser Sonderkonferenz solle auch über Nachfolgemodelle des Neun-Euro-Tickets und die Aufteilung ihrer Finanzierung zwischen Bund und Ländern gesprochen werden. Senatorin Schaefer, Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz, hält ein solches Treffen dagegen für „eigentlich nicht notwendig“. Sie will ihre Amtskollegen nun anschreiben und über ein Sondertreffen abstimmen lassen.

Nach dem Regionalisierungsgesetz ist der Bund für die Finanzierung des öffentlichen Nahverkehrs zuständig.
Maike Schaefer

Inhaltlich aber sei die Sachlage klar: „Nach dem Regionalisierungsgesetz ist der Bund für die Finanzierung des öffentlichen Nahverkehrs zuständig“, sagte Schaefer. Über Nachfolgemodelle des Neun-Euro-Tickets, etwa ein sozial gestaffeltes Angebot, diskutiere eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe. Aber auch dafür sei eine „massive Anhebung der Regionalisierungsmittel durch den Bund“ nötig, so Schaefer. „Das haben die Bundesländer den Bundesverkehrsministern Andreas Scheuer und Volker Wissing auch mehrfach einstimmig zur Kenntnis gegeben.“

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