Kommentar über die Gastronomie

Teure Zeche

Wie kann der Gastronomie in Krisenzeiten geholfen werden? Eine Lösung ist noch nicht in Sicht, schreibt Lisa Boekhoff, es drohen viele Insolvenzen.
21.07.2020, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Teure Zeche
Von Lisa Boekhoff

Vor allem die Gastronomen klagten in den vergangenen Wochen und Monaten. Schließlich litten sie besonders unter dem Lockdown im Zuge von Corona. Nun belegen Zahlen, welche Auswirkungen der Umsatzeinbruch trotz der Hilfsprogramme des Staats hatte: Die Wirte können ihre Zeche offenbar immer schwerer begleichen und lassen sich mehr Zeit beim Bezahlen von Rechnungen. Das ist angesichts der Krise nicht verwunderlich.

Immerhin halfen Stundungen bisher für den Moment, Forderungen in eine vermeintlich bessere Zukunft zu verschieben. Aber sie bleiben bestehen. Von einer richtigen Erholung träumt die Branche bislang nur. Das zeigen auch die gerade veröffentlichen Umsatzzahlen im Vergleich zum Vorjahr. Die Zurückhaltung der Gäste, das geringere Platzangebot – das ist für die Branche schwer auszuhalten.

Längst gibt es Fälle von Insolvenzen in Bremen mit Corona als Auslöser – vor allem in der Gastronomie und dem Einzelhandel. Alles deutet auf eine Pleitewelle im Herbst hin. Wie gegensteuern? Hilft mehr Aufschub? Keine Rechnung, bitte? Das geht nicht auf Dauer. Eine Lösung ist noch nicht in Sicht.

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