Journalist im AfD-Landesvorstand Radio Bremen will sich mit Entscheidung im Fall Lührssen Zeit lassen

Nach der Berufung des TV-Reporters Hinrich Lührssen in den Vorstand der Bremer AfD gab es am Montag ein klärendes Gespräch bei Radio Bremen.
21.08.2018, 15:02
Lesedauer: 1 Min
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Von Max Seidenfaden

Wie geht es weiter für TV-Reporter Hinrich Lührssen bei Radio Bremen? Nach einem klärenden Gespräch am Montag will sich der Fernsehsender dazu noch nicht abschließend erklären. "Es war ein sehr offener Austausch und wir werden uns mit der internen Prüfung und der Entscheidung Zeit lassen", erklärte Jens Böttger, Sprecher von Radio Bremen, am Dienstag auf Nachfrage des WESER-KURIER.

Dabei steht auch die Frage im Raum, ob Lührssen während des Bürgerschaftswahlkampfs 2019 in den TV-Formaten des Senders zu sehen sein wird. Die "Taz" hatte am Montag berichtet, dass Lührssen im Frühjahr 2019 nicht programmpräsent vertreten sein werde. "Das war eine der ersten Überlegungen, die es bei jeder Person gibt, die in einer Partei vertreten ist – egal ob bei AfD, SPD oder CDU", bestätigte Böttger. Bei Talkshows sei es vor Wahlen üblich, dass die Bildschirmpräsenz von politisch aktiven Personen zurückgefahren werde, um die Neutralität zu wahren.

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Eine Entscheidung darüber, ob Lührssen, der bislang vor allem Unterhaltungsprogramm für Radio Bremen ("Buten un Binnen") produziert hat, im kommenden Jahr nicht mehr zu sehen sein wird, sei bislang aber keineswegs gefallen, teilte der Sprecher weiter mit. "Wir haben mehrere Optionen, die wir jetzt in Ruhe abwägen, sorgfältig prüfen und anschließend mit Hinrich Lührssen besprechen werden. Erst danach werden wir diese Entscheidung öffentlich machen", sagte Jens Böttger.

Am Freitag war bekannt geworden, dass der Journalist in den Landesvorstand der Bremer AfD berufen worden ist. Die Internetseite AfD Watch hatte einen Screenshot eines gelöschten Beitrags der AfD veröffentlicht, in dem die AfD ihren Landesvorstand namentlich bekannt gemacht hatte. Am Montag veröffentlichte Lührssen schließlich eine schriftliche Stellungnahme, in der er seinen Schritt in die Politik begründete.

Darin hieß es unter anderem: "Unsere Heimatstädte Bremen und Bremerhaven brauchen eine starke konservative Kraft." In seiner Mitteilung machte der Journalist außerdem deutlich, dass er sich innerhalb der AfD für den Fortbestand der öffentlich-rechtlichen Sender einsetzen wolle.

+++ Zuletzt aktualisiert am 21. August um 21.07 +++

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