Beirat Östliche Vorstadt fasst Beschluss

Beirätekonferenz soll Neugestaltung von Recycling-Stationen stoppen

Die Beirätekonferenz soll die geplante Neugestaltung der Bremer Recycling-Stationen stoppen. Diesen Beschlussantrag hat der Beirat Östliche Vorstadt in seiner jüngsten Sitzung gefasst.
22.04.2021, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Beirätekonferenz soll Neugestaltung von Recycling-Stationen stoppen
Von Sigrid Schuer

In der jüngsten Sitzung des Beirates Östliche Vorstadt wurde einmal mehr über die von der Bremer Straßenreinigung (DBS) geplante Neugestaltung der Recycling-Stationen, die von vielen Bremer Beiräten als kontraproduktiv empfunden wird, debattiert. Der Beirat Östliche Vorstadt hat nun die Beirätekonferenz darum gebeten, in ihrer nächsten Sitzung einen Beschluss zu fassen, dass die Pläne der DBS zum Entwicklungsplan der Recycling-Stationen 2024 gestoppt werden und folgende Punkte gemeinsam, vor allem mit den betroffenen Beiräten, neu diskutiert werden. Demnach sollte der Kern der Diskussion der folgende sein, erläuterte Anke Kozlowski, die den Antrag vorstellte, der sich in entscheidenden Punkten an dem Beschluss orientiert, den der Beirat Mitte am 10. März zur Weiterentwicklung der Recycling-Stationen gefasst hat.

Die Öffnungszeiten der Recyclingstationen müssten einer Berufstätigkeit der Nutzer Rechnung tragen. Die Schließung der Stationen über Monate sei kategorisch abzulehnen. Vielmehr sei eine ganzjährige Öffnung der Recyclingstationen opportun. Die täglichen Öffnungszeiten sollten auch künftig mindestens dem Standard der derzeitigen Öffnungszeiten entsprechen. Die Forderung des Beirates: Besonders der Sonnabend müsse bürgerfreundlich und lebensnah gestaltet werden. Eine Öffnung bis 20 Uhr sei daher für bestimmte Standorte eine sinnvolle Ergänzung, heißt es in dem Beschlussantrag weiter.

Es müsse ein flächendeckendes Angebot für ganz Bremen geschaffen werden, welches eine wohnortnahe Abgabe der Abfälle und gleichzeitig Ausgewogenheit zwischen den Stationen gewährleiste. Hochmoderne Anlagen dürften nicht zu Lasten von Anlagen mit kleinerem Angebot geplant werden. Auch kleinere Stationen müssten die Entsorgungsbedarfe im Stadtteil abdecken.

Eine weitere Forderung lautet: „Das Netzwerk an Stationen muss sich an den bestehenden Anlagen orientieren und hieraus Bedarfe ableiten. Es ist zu prüfen, ob nach einem Jahr ein Monitoring der abgegebenen Müllmenge sinnvoll ist, um künftigen Bedarfen Rechnung zu tragen“. Es sei jedoch in jedem Fall zu berücksichtigen, dass das Modernisierungskonzept durch ein ausgereiftes Verkehrskonzept flankiert werde, um Verkehrsüberlastungen zu verhindern. Es bestehe die berechtigte Sorge, dass sich bei dem derzeit vorgesehenen Konzept die Verkehrssituation im Umkreis der großen Stationen weiter zuspitze.

Und noch eine Forderung: „Ein Entwicklungsplan für die Bremer Recyclingstationen muss weiterhin mit Maßnahmen aus der Arbeitsmarktpolitik sinnvoll flankiert werden“. Die Arbeit auf den Recycling-Stationen ließe sich sehr sinnvoll mit den Instrumenten der Beschäftigungsförderung ergänzen. Daher seien arbeitsmarktpolitische Programme, nach dem Beispiel der Umweltwächter in das Zukunftskonzept zu integrieren, um in den Stadtteilen Programme zu verstetigen und auszuweiten. Fazit: „Auf diese Weise kann der Diskussion um verlängerte Öffnungszeiten aus einer rein wirtschaftlichen Perspektive begegnet werden“

Der Beschluss, der an die Beirätekonferenz überwiesen wurde, wurde einstimmig gefasst.

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