Senatsvorlage

So wächst Bremen

Um eine wachsende Stadt zu bleiben, bleibt Bremen darauf angewiesen, dass Menschen in die Hansestadt ziehen. Aus einer Senatsvorlage geht hervor, dass diese Zuzüge auf einem relativ stabilen Niveau verlaufen.
18.12.2018, 21:51
Lesedauer: 1 Min
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Von Justus Randt und Maren Beneke

Um eine wachsende Stadt zu bleiben, bleibt Bremen darauf angewiesen, dass Menschen in die Hansestadt ziehen. Zwar ist die Geburtenrate seit 2012 nicht nur bundesweit, sondern auch in Bremen deutlich angestiegen. Das geht aus der Senatsvorlage, die dem WESER-KURIER vorliegt, hervor. Als Grund dafür werden die besseren gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für Kinder sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie genannt. Aber die Zahl der Geburten ist weiterhin niedriger als die der Todesfälle.

Gleichzeitig zeigt das Papier, dass die Lebenserwartung seit den 1970er-Jahren auch in der Hansestadt angestiegen ist. Der durchschnittliche jährliche Anstieg der Lebenserwartung in den vergangenen 15 Jahren wird demnach auch in die Zukunft fortgeschrieben. Konkret klettert die Lebenserwartung von Männern um ein Plus von 0,15 Jahre pro Jahr, bei Frauen um ein Plus von 0,1 Jahre.

Eine Folge zeigt sich in der Alterspyramide: Diese verschiebt sich weiter nach oben. 2037, so die Prognosen der Statistiker, wird es mehr Menschen geben, die älter als 60 sind. Vor allem die Zahl der Bremer, die zwischen 70 und 74 Jahre sein werden, steigt den Berechnungen zufolge stark an. Auch Menschen, die dann zwischen 60 und 70 Jahre alt sein werden, wird es mehr geben als im Jahr 2017. Dagegen nimmt laut den Prognosen die Zahl der Kinder bis zu vier Jahren im Vergleich zum vergangenen Jahr ab. Gleiches gilt für die Zahl der Bremer zwischen 25 und 34 sowie zwischen 50 und 60 Jahren.

Aus der Vorlage geht des Weiteren hervor, dass die Zuzüge in die Stadt auf einem relativ stabilen Niveau verlaufen. Dabei gibt es mehr Menschen, die aus dem Ausland nach Bremen kommen, als aus anderen Bundesländern. Geflüchtete rechnen die Experten demnach nicht mit in diese Zahlen.

Für Menschen mit Fluchthintergrund gibt es eine eigene Statistik: Laut Papier waren 2015 und 2016 die Jahre, in der der Zuzug von Flüchtlingen seinen Höhepunkt erreicht hat. Danach seien die Zahlen deutlich zurückgegangen. Auch für die Zukunft weisen die Berechnungen des Innenressorts und des Sozialressorts darauf hin, dass die Zahl der Geflüchteten, die nach Bremen kommen, tendenziell rückläufig sein dürfte.

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