Keine Laufveranstaltung wegen Corona Bremen-Marathon abgesagt

Der Bremen-Marathon 2020 findet nicht statt. Mit Blick auf das Infektionsgeschehen sei es nicht zu verantworten, eine Laufveranstaltung dieser Größenordnung auszurichten.
19.08.2020, 13:43
Lesedauer: 1 Min
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Bremen-Marathon abgesagt
Von Frank Büter

Der Bremen-Marathon 2020 findet nicht statt. Der veranstaltende Marathon-Club Bremen und die in Berlin ansässige Firma Davengo als Ausrichter haben sich entschieden, die für den 4. Oktober geplante Veranstaltung abzusagen. Der Entschluss ist nach Abwägung aller Interessen und in Rücksprache mit den Behörden und Sponsoren gefallen. "Wir sind alle sehr traurig darüber, aber unter diesen Umständen ist der Marathon nicht durchführbar", sagte Andreas Dobrawa, Geschäftsführer der Firma Davengo, gegenüber dem WESER-KURIER. Es sei nicht zu verantworten gewesen, unter den aktuellen Bedingungen und mit Blick auf das Infektionsgeschehen eine Laufveranstaltung dieser Größenordnung auszurichten. "Die Pandemie erfordert Entscheidungen, die zu vielen Enttäuschungen führen, aber vor allem auch Entscheidungen, die Menschenleben schützen", sagte Bremens Innensenator Ulrich Mäurer.

Die Bemühungen von Utz Bertschy haben damit am Ende keine Früchte getragen. „Für mein Läuferherz ist heute ein sehr trauriger Tag", sagte der Organisations-Chef. Bertschy hatte alle Hebel in Bewegung gesetzt, um für die 16. Auflage des SWB-Marathons ein Hygienekonzept zu erstellen, das sowohl von der Gesundheits- als auch von der Innenbehörde genehmigt und dann vom Veranstalter entsprechend umgesetzt werden kann. Ein Konzept, das mehrfach abgeändert worden ist. Zuletzt war angedacht, nicht mehr den Rathausplatz, sondern die Bürgerweide zum Start-Ziel-Bereich zu machen und auch die Laufstrecke entsprechend abzuändern.

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„Das ist echt bitter, aber aus gesellschaftlicher Sicht natürlich absolut verständlich“, sagt Marathonläufer Oliver Sebrantke. Sechsmal hat der 44-Jährige den Bremen-Marathon bereits gewonnen, in diesem Jahr sollte der siebte Sieg her. „Das war ein lang gehegter Traum von mir, das hatte ich mir fest vorgenommen“, sagt Sebrantke, dafür habe er in der Coronazeit bereits seit Monaten intensiv trainiert. Als er von der Absage erfahren habe, sei für ihn „eine kleine Sportwelt zusammengebrochen“. Der für den LC Hansa Stuhr startende Bremer hofft nun, dass „die Sponsoren weitermachen und es im nächsten Jahr eine Neuauflage gibt“.

++ Der Artikel wurde aktualisiert um 16.40 Uhr. ++

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