Basketball-Bundesliga

Eisbären gehen am Ende komplett unter

Bremerhaven. Die Eisbären Bremerhaven haben am Sonntag eine 80:102-Niederlage gegen Braunschweig kassiert. Vor allem ihre dünne Personaldecke wird den Eisbären dabei zum Verhängnis. "Wir hätten trotzdem einen Weg finden können, besser zu verteidigen“, so Coach Doug Spradley.
28.02.2011, 11:08
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Eisbären gehen am Ende komplett unter

Unzufrieden: Der Trainer der Eisbären Bremerhaven, Doug Spradley

nordphoto

Bremerhaven. Als Tyrone Brazelton kurz nach der Halbzeit angeschlagen das Feld verlassen musste, riss bei den bis dahin gut spielenden Eisbären Bremerhaven der Faden. Ohne ihren Spielmacher gelang dem Basketball-Erstligisten vor 3070 Zuschauern gegen die Phantoms Braunschweig nichts mehr – das 80:102 (44:43) war bereits die siebte Heimniederlage der Seestädter in dieser Saison.

Den Eisbärenwurde am Sonntag ihre dünne Personaldecke zum Verhängnis. Nach dem Abgang von Donald Copeland steht Trainer Doug Spradley nur noch ein erfahrener Aufbauspieler zur Verfügung – Brazelton, bei dem in der 23. Minute beim Stand von 52:50 eine Adduktorenverletzung wieder aufbrach. Für Brazelton sprang Anthony Canty in die Bresche, doch gegen die routinierten Guards der Phantoms war der U20-Nationalspieler überfordert.

Allein im Ausscheiden Brazeltons den Grund dafür zu sehen, dass die Eisbärennach starker erster Halbzeit von den Braunschweigern vorgeführt wurden, wäre jedoch verfehlt. „Wir hätten trotzdem einen Weg finden können, besser zu verteidigen“, kritisierte Spradley sein Team, das in der zweiten Hälfte 59 Punkte kassierte.

Vor allem aus der Distanz waren die Gastgeber extrem verwundbar – die Braunschweiger kamen dank einer herausragenden Wurfquote von 50 Prozent auf insgesamt 14 Dreier. Wer so viele offene Würfe zulässt wie die Eisbärengestern, darf sich über Niederlagen nicht wundern.

Einen erneut schwachen Auftritt leistete sich Sean Denison – der Eisbären-Center blieb in 16 Minuten ohne Punkte und holte gerade mal einen Rebound. Doch Spradley stieß sich nicht nur an der Leistung des Kanadiers: „Ich war mit allen Spielern auf den großen Positionen überhaupt nicht zufrieden.“ Eine engagierte Leistung zeigte hingegen Jan Lipke, der es in knapp 22 Minuten auf 19 Punkte brachte.

EisbärenBremerhaven: Lipke (19), Callahan (16), Allen (14), Schwethelm (13), Brazelton (7), Drevo (7), Shtein (4), Denison, Canty.

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