Basketball-Bundesliga: Bremerhaven gewinnt in Göttingen

Everett sichert Eisbären Playoff-Chance

Göttingen. Doug Spradley musste sich erstmal sammeln. "Wow", sagte er und blickte auf das Statistikblatt vor sich. 82:80 stand dort ganz oben. Dank des dramatischen Sieges bei der bereits abgestiegenen BG Göttingen dürfen die Eisbären Bremerhaven wei
12.04.2012, 05:00
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Von Jan Wilke

Göttingen. Doug Spradley musste sich erstmal sammeln. "Wow", sagte er und blickte auf das Statistikblatt vor sich. 82:80 stand dort ganz oben. Dank des dramatischen Sieges bei der bereits abgestiegenen BG Göttingen dürfen die Eisbären Bremerhaven weiter von den Play-Offs träumen.

2308 Zuschauer erlebten eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Statt die Partie zu beruhigen, gingen die Eisbären den Run-&-Gun-Stil der Gastgeber mit und schossen vorne die Lichter aus. Dabei hatte Spradley vor der Partie noch gewarnt: "Das ist eine gefährliche Situation. Wir müssen bereit sein und alles geben". Nach drei schwachen Minuten erinnerten sich die Eisbären bei 7:10 an die Worte ihres Coachs. Anthony Smith vollendete einen 13:1-Lauf seines Teams; mit acht Zählern Vorsprung ging es in die Viertelpause.

Mit Führung in die Halbzeit

Hatten die Bremerhavener nun auf ein lockeres Trainingsspiel gegen den künftigen Zweitligisten gehofft, so wurden sie erneut überrascht. "Wir haben zu oft den Faden verloren", haderte Spradley. Wohl war, denn was nun folgte, war spannend, aber nichts für Basketball-Gourmets. Chris McNaughton, Jason Cain, der früh sein drittes Foul zog, und Zachery Peacock lieferten sich mit den Göttingern einen heißen Fight unter den Körben. Mit 42:39 für Bremerhaven ging es in die Halbzeit.

Schlussdurchgang hatte es in sich

Auch nach Wiederbeginn blieb die Partie umkämpft. Insbesondere Terrell Everett sorgte mit seinen elf Zählern allein in diesem Viertel jedoch für eine trügerische 68:61-Führung vor dem Schlussdurchgang. Der hatte es in sich. Erneut ließen sich die Eisbären den Schneid abkaufen.

Auf den großen Positionen waren die Bremerhaven Basketballer nun unterlegen, ein ums andere Mal durften Vitalis Chikoko (18 Punkte, 11 Rebounds) und Sean Evans das Leder krachend durch die Reuse stopfen. Bei 74:79 nahm Spradley mächtig angefressen die Auszeit. Er fand die richtigen Worte. Auch dank eines umstrittenen Fouls kamen die Eisbären zurück, Topscorer Everett erzielte von der Linie die entscheidenden Zähler.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+