Atmosphäre vor dem DFB-Pokalspiel Den Flutlichtabend stimmungsvoll eingeläutet

Trotz der hohen Niederlage bleibt das Pokalspiel ein tolles Erlebnis für den Bremer SV. Großartig war es auch für alle Zuschauer – dies zeichnete sich bereits vor Anpfiff ab.
25.08.2021, 21:25
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Den Flutlichtabend stimmungsvoll eingeläutet
Von Yannik Sammert

Über den Osterdeich zum Stadion strömende Menschenmassen mit reichlich Fankleidung sowie dem ein oder anderen Kaltgetränk und spürbarer Vorfreude auf das sportliche Duell: Was sich vor dem DFB-Pokal-Spiel ereignete, hätte sich für das übliche Weserstadion-Heimteam in den Farben Grün und Weiß als bekannt erwiesen. Für den Gastgeber am Mittwochabend fügte sich der Trubel vor der Begegnung hingegen in die außergewöhnliche Atmosphäre rund um das Jahrhundertspiel gegen den großen FC Bayern München ein.

Beschaulich fielen für die Mannschaft des Bremer SV hingegen die letzten Meter bis zum Stadion aus. Nachdem das Team ausnahmsweise in einem Tageshotel untergebracht war, ging es am Abend mit einem Bus zum Ort des Geschehens. MAN hatte das Gefährt extra für das Pokalspiel bereitgestellt. Gegen 18.50 Uhr kamen die Blau-Weißen am Stadion an. Ein euphorischer Empfang der Fans im großen Stil war bei Regen nicht zu beobachten. Immerhin ließ sich ein harter Kern nicht von dem Schietwetter vertreiben und jubelte dem Bremen-Ligisten begeistert zu.

Zu den echten Anhängern gehören zweifelsohne auch Jürgen Merkel und seine Frau Anja. Wie weitere Fans der Bremer waren sie an ihren Trikots zu erkennen. "Wir sind perfekt ausgerüstet", brachte es Anja Merkel auf den Punkt und lachte. "Wir freuen uns sehr auf das Spiel. Und ich halte es mit unserem Trainer: Wenn Nagelsmann in der zweiten Halbzeit genervt rumhüpft, ist es ein Erfolg", sagte Jürgen Merkel. Viele andere Zuschauer hatten einfach Lust auf einen schönen Fußballabend – Daumendrücken für den lokalen Außenseiter und teils auch das Tragen des Spieltagsschals inbegriffen. "Ich bin eigentlich Werder-Fan, aber heute bin ich für den Bremer SV", war etwa zu hören.

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Die Gäste aus München kamen mit gleich zwei Bussen direkt nach den Gastgebern am Stadion an. Auch auf die Süddeutschen warteten Anhänger – sowohl beim Aufbruch am Hotel als auch beim Erscheinen am Spielort. Die Fans präsentierten stolz ihre rot-weißen Fanutensilien. Überhaupt waren viele der mehr als 10.000 Stadionbesucher Anhänger des FC Bayern. Ohne die Verschiebung der Partie auf Mitte der Woche wären es noch mehr geworden. So hatten vor allem Fans aus Süddeutschland Karten storniert, hieß es auf der Pressekonferenz des Bremer SV am Dienstag.  

Philipp Krause hatte sich gegen die Option entschieden, die Karte zurückzugeben. Zusammen mit einem Kumpel reiste der Bayernfan aus Lübeck an. Erstmalig seit dem Ausbruch der Pandemie kam er in den Genuss, sein Lieblingsteam live vor Ort anzufeuern. Entsprechend sensationell muss es gewesen sein, das Stadion zu betreten. Vorher empfingen die jungen Männer allerdings auch die Busse. "Ein paar Toren sollten unsere Jungs schon machen", sagte Krause. Er bekam sie zu sehen und wird die Treffer weitaus anders erlebt haben als die Merkels.

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