Kommentar zur Sprachförderung Massive Probleme

Dass Sprachtests coronabedingt ausfallen, ist kein Drama. Das Drama liegt anderswo, meint Sara Sundermann: Um Kinder in armen Stadtteilen zu fördern, braucht es unabhängig von der Pandemie mehr Personal.
26.04.2021, 05:00
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Massive Probleme
Von Sara Sundermann

Sprachförderbedarf ist für Bremen seit Jahren ein Riesen-Thema. Grundschüler, die kaum dem Unterricht folgen können, Fünftklässler mit massiven Problemen beim Lesen, das gehört zum Schulalltag. In benachteiligten Stadtteilen hat oft nicht eine Minderheit, sondern die Mehrheit der Kinder Sprachschwierigkeiten. Viele Eltern sind keine Muttersprachler. Andere haben es selbst nicht erlebt, dass ihnen als Kind vorgelesen wurde. Da man Eltern nicht zum Vorlesen zwingen kann, bleibt dem Staat vor allem der Versuch, die Defizite über Kitas und Schulen auszugleichen.

Lücke im Personal

Wer das ernst meint, dem muss klar sein: Kinder mit Nachholbedarf brauchen besonders viel persönliche Aufmerksamkeit. Und die kann es nur in kleinen Gruppen geben. Für kleinere Gruppen aber braucht es mehr Personal. Die Bremer Koalition hat sich vorgenommen, in armen Stadtteilen zwei Fachkräfte in jede Grundschulklasse zu bringen. Dieser Plan war zuletzt aber von Haushaltseinschnitten bedroht. Offen ist noch, was davon tatsächlich übrig bleiben wird.

Lesen Sie auch

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+