13-Grad-Festival Festival-Macher beziehen Quartier

Die Organisatoren des "13-Grad-Festivals" in Blumenthal stehen ab sofort mittwochs von 10 bis 16 Uhr im Kulturcafé Nunatak als Ansprechpartner zur Verfügung. Dort gibt es auch Eintrittskarten.
03.07.2018, 19:15
Lesedauer: 4 Min
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Festival-Macher beziehen Quartier
Von Julia Ladebeck

Die Macher des 13-Grad-Festivals, das vom 31. August bis zum 2. September auf dem Gelände der Bremer Woll-Kämmerei steigt, haben jetzt in Bremen-Nord ein Festivalbüro bezogen. Sie nutzen dafür das Kulturcafé Nunatak in der Kapitän-Dallmann-Straße 2. Im Juli sind Anne Agenendt und Katrin Windheuser vom Verein Haikultur, der das Festival veranstaltet, immer mittwochs von 10 bis 16 Uhr als Ansprechpartner vor Ort. Der Service ist für alle gedacht, die sich für das Festival interessieren – ob als Mitwirkende, als Helfer oder als Besucher. Auch Eintrittskarten können zu diesen Zeiten erworben werden.

Das Organisationsteam arbeitet derzeit unter Hochdruck an der Programmplanung für das genreübergreifende Festival. Noch sind nicht alle Künstler gebucht und wer mitwirken wird, wollen Anne Agenendt und Katrin Windheuser noch nicht verraten. Rund 250 Künstler sollen schließlich beteiligt sein. In Kürze werden Details bekannt gegeben, versprechen Agenendt und Windheuser.

Fest steht bereits, dass sich auch Nordbremer an dem Programm beteiligen werden. Unter anderem haben sich mehrere Fotografen, eine Filmemacherin, eine Theatergruppe sowie gestaltende Künstlerinnen und Künstler aus Bremen-Nord bei den Festival-Machern gemeldet. Auch das Quartiersmanagement Blumenthal, das Team vom Denkort Bunker Valentin und der Förderverein Kämmereimuseum beteiligen sich als Kooperationspartner und gestalten das Programm mit.

Die Besucher erwartet ein Mix aus Musik, Theater, Kino, Workshops, Ausstellungen, Literatur und ein Klubprogramm. "Wichtig ist uns, dass alle Sparten gleichberechtigt nebeneinanderstehen", sagt Katrin Windheuser. Verschiedene Themen wie Feminismus, der NSU-Prozess und die Geschichte der Bremer Woll-Kämmerei werden von den Künstlern in den unterschiedlichen Genres aufgegriffen. Die Festival-Besucher sind an vielen Stellen zum Mitmachen aufgefordert. Statt passiv zu konsumieren, können sie teilhaben, sich auseinandersetzen und "machen, wofür sonst in der Gesellschaft wenig Raum ist", erläutern die Initiatoren des Festivals.

Die sogenannte Fliegerhalle, die ihren Spitznamen noch aus Zeiten der Bremer Woll-Kämmerei hat, weil sie durch ihre Dimension an einen Flugzeughangar erinnert, wird für das Festival in zwei Bereiche aufgeteilt. "In einem Teil steht die Literaturbühne, außerdem gibt es dort Ausstellungen und Workshops", kündigt Anne Angenendt an. Die Literaturbühne wird für unterschiedliche Formate genutzt: Klassische Lesungen aus Sachbüchern, Lyrik und für Kinder wird es ebenso geben wie Vorträge mit anschließenden Gesprächen und Diskussionen sowie Poetry-Slams. Überregional bekannte Autoren sind dabei, aber auch Schriftsteller aus Blumenthal und der Region.

In dem anderen Teil der Halle gibt es eine weitere Bühne, auf der tagsüber experimentelle Musik, Jazz und Klassik präsentiert werden. Abends wird die Halle dann zum Klub, bei der die Besucher zu elektronischer Musik tanzen können. "Ein DJ legt auf und spielt Live-Sets", sagt Angenendt. In der Halle 221 werden Filme und Theaterstücke gezeigt. "Die Halle eignet sich dafür besonders gut, weil sie keine Fenster hat", erläutert Agenendt.

Auch auf dem Festival-Außengelände, das eine Fläche vor dem früheren Sortiergebäude sowie die historische Achse (An der Wollkämmerei) bis zur Fliegerhalle umfasst, ist einiges geplant. Neben einer weiteren Musikbühne gibt es Essens- und Getränkestände. Dazwischen treten Walking-Acts auf und 40 grüne Stühle, die im Zuge des Projekts „Stühlerücken“ der Gruppe „Kunstraum 77“ aus Blumenthal entstanden sind, werden verteilt. Katrin Windheuser erläutert: "Die Stühle sollen eine Einladung an die Besucher sein, sich darauf niederzulassen und ins Gespräch zu kommen. Vermutlich werden sie am Ende des Festivals überall auf dem Gelände stehen und optisch trotzdem weiterhin eine Einheit bilden."

Die Organisatoren hoffen auf 5000 Besucher, die auf dem Gelände auch campen können. Dafür, und zum Parken, steht eine große Fläche an der Straße Marschgehren, angrenzend an Wätjens Park, zur Verfügung. Vor allem die Anbindung des Areals an öffentliche Verkehrsmittel halten Windheuser und Agenendt für ideal. Aber auch sonst sind die Festival-Organisatorinnen von dem Gelände begeistert. "Wir haben uns in den Ort verknallt. Er gibt uns viel vor und danach gestalten wir auch das Konzept des Festivals", sagt Anne Agenendt.

Demnächst will das Organisationsteam einen Aufruf starten, um freiwillige Helfer, zum Beispiel für den Auf- und Abbau, zu gewinnen. "Wir freuen uns über alle Formen der Unterstützung. Wer beim Festival hilft, braucht natürlich kein Ticket", erklärt Katrin Windheuser. Geplant ist außerdem ein Künstler-Couch-Surfing: Gesucht werden Blumenthaler, die bereit sind, ein bis zwei Tage Gastgeber für beteiligte Künstlerinnen und Künstler zu werden. Wer bereit ist, ein freies Zimmer, ein Bett oder eine Luftmatratze in seiner Wohnung zur Verfügung zu stellen, kann sich beim Festival-Team melden.

Info

Zur Sache

Tickets und Kontakt

Für das 13-Grad-Festival gibt es ein mehrstufiges Preissystem. Die Wochenendtickets kosten 49, 59 oder 79 Euro, die Besucher entscheiden selbst, wie viel sie zahlen wollen.

Das Festival-Büro im Kulturcafé Nunatak, Kapitän-Dallmann-Straße 2, ist im Juli mittwochs von 10 bis 16 Uhr besetzt. Per E-Mail ist das Team vom Verein Haikultur unter dreizehngrad @posteo.de erreichbar. Weitere Infos gibt es unter www.dreizehngradfestival.de.

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