Gemeindefusion in Blumenthal Zusammenschluss von Gemeinden

Am 1. Januar ist es soweit. Dann tritt die Fusion von vier Blumenthaler Gemeinden zur Evangelischen Kirchengemeinde Bremen-Blumenthal in Kraft. Sie wird dann die viertgrößte in Bremen sein.
24.11.2021, 16:40
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Zusammenschluss von Gemeinden
Von Julia Ladebeck

Blumenthal. Die Fusion von vier Blumenthaler Kirchengemeinden ist beschlossene Sache. Die evangelisch-lutherischen Gemeinden Martin-Luther Blumenthal und Bockhorn sowie die reformierten Gemeinden in Blumenthal und Rönnebeck-Farge haben beim Kirchentag die Vereinigung zur Evangelischen Kirchengemeinde Bremen-Blumenthal beantragt. Der Kirchentag stimmte einstimmig für das Gesetz zur Fusion. Der Zusammenschluss soll am 1. Januar 2022 in Kraft treten. Die neue Gemeinde wird 6647 Mitglieder haben und damit die viertgrößte in Bremen sein, teilte die Bremische Evangelische Kirche mit.

Die Zahl der Gemeinden in der Bremischen Evangelischen Kirche verringert sich damit auf 58. Erstmals in deren Geschichte schließen sich lutherische und reformierte Gemeinden zusammen. Die vier Blumenthaler Gemeinden kooperieren bereits seit einigen Jahren intensiv. Die Beteiligten haben sich auf eine gemeinsame Gemeindeordnung und einen Fusionsbeschluss verständigt.

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Pastor Ulrich Klein aus der reformierten Gemeinde Blumenthal beschreibt die Fusion der Gemeinden als die Zusammenführung des "Besten aus beiden Welten". Unterschiedliche Konfessionen, reformiert beziehungsweise lutherisch, aber auch Traditionen und Gemeindeprofile sollten eingebracht werden, "sodass jede Ursprungsgemeinde sich in der Evangelischen Kirchengemeinde Bremen-Blumenthal wiederfinden kann". Von Anfang an sei angestrebt worden, die Kirchengebäude als Standorte der neuen Gemeinde zu erhalten. Die Konvente und Gemeindeversammlungen seien intensiv einbezogen, Anregungen aufgegriffen und in das Konzept eingearbeitet worden. "Dieses breit angelegte Vorgehen führte dazu, dass die Entscheidungsorgane der Gemeinden mit großer Mehrheit der neuen Gemeindeordnung als Basis einer Fusion zustimmten."

Der Schriftführer der Bremischen Evangelischen Kirche, Pastor Bernd Kuschnerus, lobte die Zusammenarbeit: „Ich finde es bemerkenswert, wie konstruktiv und ideenreich die Beteiligten diesen Prozess gemeistert haben. Aus einer guten Kooperation heraus sind sie nun zusammengewachsen, über Konfessionsgrenzen hinweg, das ist zeitgemäß und beeindruckt mich.“ Auch die Präsidentin des Kirchentages, Edda Bosse, würdigte den Fusionsprozess, der mit einer großen Entschlossenheit in "atemberaubender Geschwindigkeit vollzogen wurde". Das habe Vorbildcharakter.

Die Bremische Evangelische Kirche hat derzeit 61 Gemeinden. Seit 2006 gab es schon fünf Fusionen. Ziel ist, die Arbeit zu bündeln, stärker zu kooperieren und Synergieeffekte zu nutzen.

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