Neubau beginnt

Mehr Kita-Plätze für Blumenthal

An der Lüssumer Straße in Blumenthal will die gemeinnützige Trägergesellschaft Scola Nova aus Bremen ab 1. August 2020 eine Kita mit 90 Plätzen in Betrieb nehmen.
20.08.2019, 20:35
Lesedauer: 2 Min
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Von Gabriela Keller
Mehr Kita-Plätze für Blumenthal

Scola Nova will Krippen- und Kitagruppen einrichten.

Fabian Sommer

An der Lüssumer Straße in Blumenthal laufen die Vorbereitungen für den Bau einer neuen Kindertagesstätte. Auf dem Gelände einer ehemaligen Gärtnerei will die gemeinnützige Trägergesellschaft Scola Nova aus Bremen ab 1. August 2020 eine Einrichtung mit 90 Plätzen in Betrieb nehmen.

„Wir wollen in Bremen mehr Kita-Plätze schaffen. Der Standort an der Lüssumer Straße in Blumenthal ist uns von der Stadt vorgeschlagen worden,“ sagt Scola-Nova-Sprecherin Janina Bartmann. Die gemeinnützige Gesellschaft ist 2009 gegründet worden. „Die Mitglieder sind Experten aus Wirtschaft, öffentliche Verwaltung und kindlicher Entwicklung“, heißt es auf der Homepage von Scola Nova. Seit 2010 betreibt die Initiative die Kita Girotondo, einen deutsch-italienischen Kindergarten in Schwachhausen für 50 Kinder.

In Blumenthal sind laut Bartmann sechs Gruppen mit insgesamt 90 Plätzen geplant. „Wir überlegen noch, ob wir zwei Krippen- und vier Kindergartengruppen oder jeweils drei Krippen- und Kindergartengruppen einrichten. Das hängt unter anderem vom Bedarf vor Ort ab.“

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Die Vorarbeiten auf dem Gelände an der Lüssumer Straße sind bereits fortgeschritten. Die Gewächshäuser und der Verkaufsraum der früheren Gärtnerei sind schon abgerissen. „Ab Mitte oder Ende September soll die Grundsteinlegung für die Kita erfolgen“, kündigt Bartmann an. Der Entwurf des mit der Planung beauftragen Bremer Architekturbüro Bruns und Hayungs sieht einen Gebäudekomplex vor, in dem neben der eigentlichen Kita auch ein Familienzentrum integriert ist. Der zuständige Architekt Sebastian Meier nennt Details.

Danach soll auf dem rund 2400 Quadratmeter großen Grundstück ein Flachdach-Gebäude mit einer Nutzfläche von 1206 Quadratmetern entstehen. Der Gesamtkomplex besteht aus unterschiedlich hohen Gebäudekuben. Dem zweigeschossigen Hauptgebäude für die Kita wird zur Lüssumer Straße hin ein eingeschossiges Familienzentrum mit einem Begegnungsraum und zwei Büros vorgelagert. „Hier werden Familien Beratungen und offene Angebote nutzen können“, erklärt Janina Bartmann von Scola Nova. Welche, stehe noch nicht fest. „Wir müssen schauen, wofür vor Ort Bedarf besteht.“

Das Raumkonzept für den Kindergarten sieht laut Architekt Meier im Erd- und Obergeschoss je drei zwischen 43 und 45 Quadratmeter große Gruppenräume vor. Hinzu kommen für jede Gruppe ein Differenzierungs- oder Schlafraum sowie ein Bad. „Alle Gruppenräume im Erd- und Obergeschoss zweigen jeweils von einem rund 90 Quadratmeter großen Spielflur ab.“ Als höchste Punkte ragen ein Frühförderraum und ein 80 Quadratmeter großer Multifunktionsraum im Obergeschoss aus dem Hauptgebäude hervor. Ein langer Balkon wird sich um zwei Seiten des Gebäudes ziehen. Hinter dem Gebäude ist laut Meier eine rund 1000 Quadratmeter große Außenspielfläche geplant.

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Erschlossen werden soll das Gelände von der Lüssumer Straße her. Drei Parkplätze sind auf dem Grundstück geplant, für Mitarbeiter. Eltern, die ihre Kinder bringen und abholen, könnten vorhandene Stellflächen an der Lüssumer Straße nutzen oder kurzzeitig in der Hakenwehrstraße parken. „Das Amt für Straßen und Verkehr hat die Durchfahrtsituation so bewertet, dass dort kurz mal geparkt werden kann“, sagt Meier.

Nach seinen Worten wird in Kürze mit dem Rohbau für die Kita begonnen. „Nächste, spätestens übernächste Woche soll die Sohle gegossen werden. Dann wird durchgepowert bis Juni.“ Eine Leiterin für die neue Einrichtung hat Scola Nova schon gefunden. „Eine Mitarbeiterin, die derzeit in Elternzeit ist, steht dafür bereit“, sagt Janina Bartmann. Nach der Grundsteinlegung will sich die Initiative nach ihren Worten auf die Suche nach weiterem Personal machen.

Einen Namen braucht die neue Kita auch noch. Bartmann: „Über das Ortsamt wollen wir die Blumenthaler Bürger dazu aufrufen, Vorschläge zu machen.“

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