Nachbarschaftshaus stellt Antrag

Archiv über Marßeler Geschichte geplant

Der Verein Nachbarschaftshaus Marßel plant den Aufbau eines Archivs zur Geschichte des Ortsteils und hat dafür einen Antrag auf Mittel aus dem Programm Wohnen in Nachbarschaften gestellt.
07.04.2021, 06:00
Lesedauer: 3 Min
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Archiv über Marßeler Geschichte geplant
Von Julia Ladebeck
Archiv über Marßeler Geschichte geplant

Die Verantwortlichen vom Verein Nachbarschaftshaus Marßel wollen Bürger und Institutionen ansprechen und um Mitarbeit bitten. Dieses Foto hat der Marßeler Volker Ryba auf seiner Internetseite www.marssel-pictures.de veröffentlicht. Dort sind historische und aktuelle Bilder von Marßel und Umgebung zu sehen.

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Marßel. Der Verein Nachbarschaftshaus Marßel plant den Aufbau eines Archivs zur Geschichte des Ortsteils. Dabei setzen die Initiatoren auf das Wissen und die Erinnerungen der Bürgerinnen und Bürger. Die Verantwortlichen wollen Marßeler und Institutionen ansprechen und um Mitarbeit bitten. Erinnerungen, Texte und Fotos sollen schließlich gesammelt und archiviert werden. Zunächst ist angedacht, eine Ausstellung zu initiieren. In den Folgejahren soll die Informationssammlung dann fortgesetzt und ein elektronisches Archiv erstellt werden. Das Projekt wurde jetzt im Quartiersforum vorgestellt, das online tagte.

Der Verein stellte in der Sitzung einen Antrag auf 3000 Euro aus dem Programm „Wohnen in Nachbarschaften“ (Win). Das Geld soll unter anderem für die Anschaffung von Speichermedien und Software, aber auch für die Aneignung von Wissen über Archivierung verwendet werden. Die Teilnehmer stimmten dem Antrag zu, ebenso wie dem des Schulvereins der Schule an der Landskronastraße auf 720 Euro im Zusammenhang mit dem Projekt „Lernlust 2021“. Es wurde in der vergangenen Osterferien-Woche an vier Tagen für Grundschüler mit hohem Förderbedarf angeboten. Die Kinder haben dafür jeden Morgen ein abgepacktes Frühstück bekommen, das im Café des Nachbarschaftshauses zubereitet und von den Mitarbeiterinnen zur Schule an der Landskronastraße gebracht wurde.

Einen weiteren Antrag auf Win-Mittel in Höhe von 640 Euro stellte der Elternverein für Psychomotorische Entwicklungsförderung (Epsymo), der in der Halle der SG Marßel an zwei Vormittagen pro Woche eine Eltern-Kleinkind-Beratung anbietet. Coronabedingt finden die Beratungen derzeit lediglich als Einzelberatungen statt. Dabei geht es um Themen wie kindliche Entwicklung, Fragen zu Gesundheit, Förderung und geeignetes Spielzeug. Um künftig wieder Beratungen in Kleingruppen und damit auch einen Austausch der Eltern untereinander zu ermöglichen, möchte der Elternverein vor den Treffen Selbsttests ermöglichen, die mit dem Geld finanziert werden sollen. Auch diesem Antrag stimmten die Teilnehmer zu.

Insgesamt wurden Anträge auf 4360 Euro bewilligt. Für das Jahr 2021 stehen für Marßel Win-Mittel in Höhe von 76.493,61 Euro zur Verfügung. 1493,61 Euro waren aus dem Jahr 2020 übertragen worden. Im ersten Forum dieses Jahres wurden Anträge in Höhe von 9.966,62 Euro genehmigt, sodass noch 66.526,99 Euro zur Verfügung standen. Jetzt bleiben noch 62.166,99 Euro.

Ebenfalls abgestimmt wurde im Quartiersforum über zwei Anträge auf Geld aus dem sogenannten Bewohnerfonds, die beide der Awo-Jugendclub Ups gestellt hatte. Der Bewohnerfonds ist für 2021 mit 3000 Euro ausgestattet und dafür gedacht, Initiativen oder Anschaffungen von Bewohnern und Akteuren im Quartier zu unterstützen. Die Obergrenze pro Antrag liegt bei 750 Euro.

Diese Summe beantragten die Jugendklub-Mitarbeiter für den Anstrich der Fassade des Hauses an der Upsalastraße. Infolge der coronabedingten langen Schließzeit des Jugendklubs sei die Fassade mehrmals beschmiert worden, schilderten die Antragsteller. Sie soll nun von Künstlern mit großflächigen Motiven neu gestaltet werden. Dadurch, das ist die Hoffnung, sollen weitere Beschmierungen vermieden werden. Materialien im Wert von 400 Euro finanziert die Arbeiterwohlfahrt. Der Antrag wurde genehmigt. Ebenso der auf weitere 750 Euro für den Ersatz von zwei Basketballkörben und neue Netze. Die Körbe wurden auch durch Vandalismus zerstört. Den Abbau der kaputten und den Aufbau der neuen Körbe übernimmt der Beschäftigungsträger Bras – Arbeiten für Bremen.

Weil Vandalismus auch auf dem Spielplatz am Ups-Haus in den vergangenen Wochen zum wiederholten Mal ein Problem war, wurde im Qartiersforum besprochen, den Platz vorerst bis Ende April an den Wochenenden zu schließen. Die Awo-Mitarbeiter übernehmen es, ihn abzuschließen. Werner Müller von der SG Marßel hat angeboten, den Spielplatz an den Wochenenden von 10 bis 18 Uhr zu öffnen. Dafür bekommt er nun einen Schlüssel. Das Polizeirevier soll zudem um Unterstützung und vermehrte Kontrollen während der Schließzeiten gebeten werden. Außerdem ist geplant, ein Informationsschild aufzustellen. Angeregt wurde zudem, dort einen Übungs-Disc-Golf-Korb aufzustellen.

Info

Zur Sache

Suche nach neuem Quartiersmanager

Für die Stelle des Quartiersmanagers in Marßel gab es viele Bewerbungen, erfuhren die Teilnehmer des Quartiersforums. Ende März wurden die Bewerbungsgespräche geführt. Insgesamt sechs Bewerber seien eingeladen worden, deshalb sei die Win-Geschäftsführung sehr optimistisch ist, die richtige Person für die Stelle zu finden. Die Stelle des aktuellen Quartiersmanagers Frank Oetjen war bis zum 31. Mai verlängert worden. Oetjen möchte sich wie berichtet wieder voll seiner Tätigkeit bei der Brebau widmen. Der neue Quartiersmanager oder die neue Quartiersmanagerin soll im Quartiersrat vorgestellt werden. Das nächste Quartiersforum ist für Mittwoch, 19. Mai, 17 Uhr, geplant.

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