Kommentar zum Domsheide-Umbau Ein Affront

Dass bei dem Treffen zur Domsheide nichts eskaliert ist, hat mit dem Weg zu tun, der beschlossen wurde: Prüfen, noch einmal prüfen. Ganz so, als ob dafür genügend Zeit da wäre, meint Jürgen Hinrichs.
20.04.2021, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Ein Affront
Von Jürgen Hinrichs

Eigentlich wollte Maike Schaefer den Deckel draufmachen: Schluss mit den jahrelangen Überlegungen zum Umbau der Domsheide, voran stattdessen mit den konkreten Planungen. Zumal die Senatorin sich vor einiger Zeit bereits festgelegt hatte, wo auf dem Platz künftig die Busse und Bahnen halten sollen. Doch kaum hatte sie zu einem Spitzentreffen eingeladen, um ihre Ziele festzuzurren, kommen die politischen Partner aus der Deckung und möchten das Gesamtpaket noch einmal aufschnüren. Schaefer steht plötzlich allein auf weiter Flur, denn auch die Handelskammer und das Aktionsbündnis Innenstadt stellen sich gegen sie.

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Bei SPD und Linken ist das mindestens schlechter Stil, möglicherweise aber auch Kalkül. Sie hätten während der ganzen Zeit Einfluss nehmen können, haben die Senatorin und ihre Behörde aber machen lassen. Ein Affront, so spät, eigentlich zu spät, grundsätzliche Fragen aufzuwerfen. Dass bei dem Treffen am Montag nichts eskaliert ist, hat mit dem Weg zu tun, auf den sich die Beteiligten geeinigt haben: prüfen, noch einmal prüfen. Ganz so, als ob dafür in der Bremer Innenstadt genügend Zeit wäre.

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