Ersatzort für geschlossenen Hof am Weserpark Wunschplatz für neuen Recyclinghof in Bremen-Osterholz ist blockiert

Osterholz soll nach dem Aus 2019 eine neue Recyclingstation bekommen. Dafür ist jetzt ein Wunschplatz gefunden - der aber gehört der Wirtschaftsförderung.
02.07.2020, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Wunschplatz für neuen Recyclinghof in Bremen-Osterholz ist blockiert
Von Nina Willborn

Durch Corona entsteht mehr Müll – mit zwei Aspekten dieser Thematik beschäftigte sich am Mittwoch die Deputation für Klima, Umwelt, Landwirtschaft und Tierökologie. Zum einen ließen sich die Mitglieder von Umweltsenatorin Maike Schaefer (Grüne) auf den aktuellen Stand in Sachen Recyclinghöfe bringen. Der lautet: Bis auf die Stationen in Findorff und Horn sind alle wieder geöffnet.

In Findorff gilt laut der Senatorin vorerst die Einschränkung, dass zwar Fußgänger und Radfahrer Müll abladen können, aber keine Autos auf das Gelände fahren dürfen, weil das Hygienekonzept nur eine bestimmte Anzahl gleichzeitig erlaubt. Eine Warteschlange würde aber zu Verkehrsproblemen führen, ähnlich gelagert ist die Problematik in der Achterstraße in Horn. „Dort müssen wir womöglich warten, bis die Abstandsregelung fällt“, erklärte Christian Vater (60), Abteilungsleiter Deponie und Recyclingstationen bei der Stadtreinigung.

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Als möglichen Ersatzstandort für den im Vorjahr geschlossenen Recyclinghof am Weserpark in Osterholz haben sich Ressort und Stadtreinigung eine Fläche an Krietes Park ausgeguckt. Sie umfasst zwar „nur“ rund 4000 Quadratmeter, von denen knapp 300 Quadratmeter unter Naturschutz stehen, was aber, so Schaefer, trotzdem ausreichend sei. Auch Staatsrat Ronny Meyer (Grüne) bestätigte: „Die Fläche ist unser Favorit.“ Alternativ käme auch eine Fläche am Nußhorn in Frage. Das Problem bei der Wunschfläche: Sie gehört der Wirtschaftsförderung Bremen (WFB). Diese hat dem Ressort nun mitgeteilt, das Areal, das die Stadtreinigung dann kaufen würde, stünde nicht zur Verfügung – allerdings gibt es laut Meyer weder andere Interessenten noch eigene Pläne der WFB für das Gelände. Gespräche mit den Kollegen aus der Wirtschaftsbehörde sollen Klarheit bringen.

Zögerlicher als gewünscht kommt wegen Corona auch das von Schaefer im Januar zusammen mit unter anderem dem BUND und der Handwerkskammer ins Leben gerufene „Bündnis für Mehrweg“ voran. Bislang gebe es 16 Mitglieder, die sich dem Ziel angeschlossenen haben, freiwillig zur Müllreduzierung in den Unternehmen beizutragen. Eine Forderung der Deputation: Auch die öffentlichen Gesellschaften und Ressorts sollen sich dem Bündnis anschließen.

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