Beirat verabschiedet Haushaltsanträge

Oberneuland will Engstellen beseitigen

Der Beirat Oberneuland ist der Ansicht, dass bei Straßen und Gehwegen Handlungsbedarf besteht. Er hat mehrere Haushaltsanträge auf den Weg gebracht. Auch die Linienführung der Busse wird da berücksichtigt.
25.02.2021, 05:00
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Von Maren Brandstätter
Oberneuland will Engstellen beseitigen

Selbst wenn sich in der Mühlenfeldstraße kleine Autos begegnen, kann es mitunter eng werden.

PETRA STUBBE

Auf Oberneulands Straßen besteht nach Ansicht des Beirats reichlich Handlungsbedarf. Deshalb hat das Stadtteilparlament jetzt einstimmig diverse Haushaltsanträge für den Doppelhaushalt 2022/2023 verabschiedet.

Zu den großen Sorgenkindern des Beirats zählt dabei der Zustand der Mühlenfeldstraße. Die Straße sei zwar im kommunalen Zentren- und Nahversorgungskonzept als Nahversorgungszentrum ausgewiesen, was sich allerdings nicht im Zustand der Straße widerspiegele, kritisierten die Ortspolitiker. Die Fahrbahn sei lediglich rund fünf, der asphaltierte Gehweg etwa einen Meter breit. Besonders problematisch sei hier deshalb die Begegnung von größeren Autos, Lastwagen und Bussen, die dann gezwungen seien, auf den Bürgersteig auszuweichen und somit zur Gefahr für Fußgänger und Radfahrer würden. Kritisch sei dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Straße von vielen Grundschulkindern und Bewohnern der anliegenden Seniorenresidenz genutzt werde. Angesichts der geplanten Bebauung des Mühlenfeldes, dem anstehenden Ausbau der Grundschule, der Inbetriebnahme des Kindergartens und des Nahversorgers werde sich die Gefahrensituation noch einmal erheblich zuspitzen, betonte der Beirat. Er forderte daher die entsprechenden Haushaltsmittel, um die Straße im Bereich zwischen der Rockwinkeler Heerstraße und dem Bahnhof auszubauen und die komplette Erschließung sicherzustellen.

Unzufrieden mit Fußweg

So groß die Freude im Beirat über die Eröffnung der neuen Kita Metas Kinnerhus an der Rockwinkeler Heerstraße ist, so unzufrieden sind die Fraktionen mit dem Zustand des Bürgersteigs entlang der Kita. Es handele sich bei dem genannten Abschnitt um einen von Kita- und Schulkindern viel genutzten Bereich, der seit dem Bau des Kindergartens aber nicht mehr begehbar sei. Vor diesem Hintergrund forderte der Beirat, entsprechende Mittel für den Ausbau eines Fuß- und Radweges in den Haushalt einzustellen.

Weitere Haushaltsmittel hat der Beirat für den Ausbau des Bürgersteigs entlang der Oberneulander Landstraße gefordert – sofern er bereits im Besitz der Stadt sei. Für die privaten Abschnitte erwartet er von der Stadt aktive Ankaufsbemühungen. Des Weiteren müsse die Asphaltfläche der Fahrbahn zwischen Eekenhöge und Oberneulander Landstraße 113 erneuert werden. Aufgrund ihrer geringen Breite sei die Oberneulander Landstraße für den Begegnungsverkehr ohnehin nur bedingt geeignet, hieß es zur Begründung. Angesichts der teilweise fehlenden Rad-und Fußwege seien Radfahrer zudem gezwungen, entweder entgegen der Fahrtrichtung oder auf der Straße zu fahren. Größere Fahrzeuge wie etwa Linienbusse müssten ebenso wie auf der Mühlenfeldstraße bei Begegnung auf die Nebenanlagen ausweichen. Da die Oberneulander Landstraße Hauptverkehrsader für Schüler des Ökumenischen Gymnasiums und der Grundschule sei, sieht der Beirat hier aus Sicherheitsgründen dringenden Handlungsbedarf.

Auch in Bezug auf die Beleuchtung entlang der Obnerneulander Landstraße wünscht sich das Stadtteilparlament Verbesserungen. Die sei zwischen Rickmersstraße und Hodenberger Deich nicht ausreichend, weshalb der Beirat die Verkehrssenatorin aufforderte, entsprechende Mittel in den Haushalt einzustellen, um zusätzliche Straßenlaternen aufstellen zu können. „Wir sehen die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer auf dieser Straße als nicht gewährleistet an, insbesondere weil es keine Nebenanlagen gibt und sich deshalb Fußgänger, Radfahrer und Kraftfahrer die Straße teilen müssen“, hieß es in der Beschlussbegründung.

Geld für die BSAG gefordert

In einem weiteren Haushaltsantrag hat der Beirat gefordert, die BSAG mit ausreichenden Mitteln auszustatten, um eine Fahrplanänderung der Linie 33 über die Rockwinkeler Landstraße zu realisieren. Hier seien neben einer Förderschule diverse mitgliederstarke Sportvereine ansässig, die insbesondere von Jugendlichen auch per Bus besucht würden, hieß es zur Begründung. Weiterer Bedarf entstehe perspektivisch außerdem durch das geplante Neubaugebiet auf dem Mühlenfeld.

Auch die Buslinie 31 war Thema bei der Verabschiedung der Haushaltsanträge. Für die im Verkehrsentwicklungsplan (VEP 2025) vorgesehene Verlängerung der Linie vom Wohn- und Büropark bis zur Berliner Freiheit seien die benötigten Mittel bereitzustellen, forderte der Beirat. Ein wesentlicher Vorteil dieser Verlängerung sei die Anbindung des Wohn- und Büroparks an den ÖPNV und an Stadtteilzentren. Bislang bestehe die einzige Anbindung über die Linie 31 in Richtung Horner Kirche mit einem 30-Minuten-Takt. Das bedeutet für viele Anwohner, dass das Auto weiterhin das Verkehrsmittel der Wahl sei.

Auch für die grundlegende Sanierung eines Teilstückes der Oberneulander Heerstraße hat der Beirat einen Haushaltsantrag gestellt. Im Bereich zwischen der Oberneulander Landstraße und der Straße Im Moor bestehe die Fahrbahn aus einem alten Kopfsteinpflaster, was eine erhebliche Lärmbelästigung für die Anwohner bedeute.

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