Sanierungsstau in Blockdiek Sanierung in enger Absprache

Es tut sich was in Blockdiek: der Jugendtreff, diverse Spiel- und Sportflächen sowie die Heinz-Thiele-Halle sollen saniert werden. Zumindest werden dazu aktuell wichtige Gespräche geführt.
23.01.2019, 18:41
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Sanierung in enger Absprache
Von Christian Hasemann

Etwas in die Jahre gekommen – so stellt sich die Situation einiger sozialer und sportlicher Einrichtungen im Ortsteil Blockdiek dar. In den kommenden Jahren soll sich dieses Bild wandeln. Den Anfang machen voraussichtlich die Werkstatt Bremen, die an ihrem Standort in Blockdiek festhält, und der Jugendtreff Blockdiek in der Mühlheimer Straße, deren Umbaumaßnahmen näher rücken. Ein genaues Datum gibt es allerdings noch nicht.

Werkstatt Bremen bleibt in Blockdiek

Dass die Werkstatt Bremen nun doch in Blockdiek bleibt, kam für einige Besucher der Beiratssitzung unerwartet, gab es doch zuletzt Gerüchte, dass der Standort zugunsten der Georg-Gries-Straße in Hemelingen aufgegeben werden sollte. Die Erklärung lieferte Ina Zimmer, Leiterin der Werkstatt in der Georg-Gries-Straße: „Unser Standort an der Georg-Gries-Straße ist sehr groß, aber die Werkstatt hat ein neues Konzept für Menschen mit erhöhtem Pflegebedarf.“ Für diese sei die Arbeit in kleineren Gruppen sinnvoller. „Deswegen haben wir gesagt, dass wir den Standort in Blockdiek erhalten wollen.“ Künftig sollen dort 36 Menschen mit größerem Hilfebedarf untergebracht werden. Dafür muss das Gebäude allerdings umgebaut werden. „Wir planen eine Erweiterung und eine Sanierung des Gebäudes“, sagte Jörn Albrecht, Verantwortlicher für die Liegenschaften der Werkstatt Bremen.

Von der Sanierung ist auch der Jugendtreff betroffen, der einige Räume desselben Gebäudes nutzt. Der Bedarf an dem Jugendtreff sei sehr hoch, meinte Quartiersmanager Stefan Kunold. „Spätestens seit 2015 haben wir steigende Kinder- und Jugendzahlen, so dass klar ist, dass der Jugendtreff ausgebaut werden muss.“ Eine große Lösung für den Jugendtreff, zum Beispiel in der seit Jahren leer stehenden Sportgaststätte, ist allerdings vom Tisch. „Da hat das Sportressort gesagt: da geht nichts.“ Ideen erhofft man sich nun in Gesprächen der Werkstatt Bremen und der Bremer Sportjugend, die der Träger des Jugendtreffs ist.

Keine große Lösung

Die Lösung sieht nun unter anderem eine umfassende Sanierung aller Räume, den Anbau von Räumen, neue Sanitärräume und die Erweiterung der gemeinsam genutzten Gymnastikhalle vor. „Für beide Seiten ist das nicht optimal, aber es ist das, was wir machen können“, sagte Ina Zimmer. Dies vor allem wohl auch deswegen, weil von der Spitze des Sozialressorts die Ansage kam, dass der Jugendtreff am Standort erhalten werde müsse. Auf Nachfrage von Ralf Dillmann (Grüne) war dann auch herauszuhören, dass sich die Werkstatt eigentlich eine alleinige Nutzung des Gebäudes gewünscht hätte. „Ohne Sportjugend hätten wir ganz anders geplant“, so Ina Zimmer. Wann die Sanierungs- und Umbauarbeiten starten, ist noch nicht klar. „Wir hoffen, dass im März die Mittel freigegeben werden“, so Jörn Albrecht.

Während sich an der Sportgaststätte erst mal nichts ändern wird, kommt es auf der Bezirkssportanlage zu einer Modernisierung. Diese Nachricht brachte Jochen Brünjes vom Sportamt mit nach Blockdiek. „Wir haben vor, die Groß- und Klein-Kunstrasenfelder auszubauen.“ Im Gegenzug für die allwetter-tauglichen Plätze muss der SC Vahr-Blockdiek künftig auf die Nutzung der Plätze an der Konrad-Adenauer-Allee verzichten. Martin Eberlein vom SC Vahr Blockdiek bestätigte den Bedarf an zusätzlichen Allwetterplätzen. „Wir wachsen stetig.“ Dabei hat der Verein zur Zeit nicht nur Platznöte, sondern auch personelle. „Wir haben inzwischen Schwierigkeiten, die Mannschaften mit Trainern und Betreuern zu bestücken.“ Wichtig sei vor allem für die kleinsten Kicker nicht nur den großen Ascheplatz umzubauen, sondern auch einen kleineren Kunstrasenplatz zu schaffen. „Denn wir haben nur ein schmales Zeitfenster zwischen 16.30 und 19 Uhr, wo wir mit den Kleinen trainieren können.“

Sporthalle wird als „noch ok“ bewertet

Zurückgestellt ist dagegen die Sanierung der in die Jahre gekommene Heinz-Thiele-Halle. „Aus unserer Sicht ist sie in einem recht vernünftigen Zustand im Vergleich zu anderen Hallen“, meinte Jochen Brünjes. Dennoch soll die Halle untersucht werden. „Aber zur Zeit ist der Bestand ok.“

Die Sanierungsvorhaben in Blockdiek ergänzen das Bauvorhaben „Neuer Ellener Hof“ der Bremer Heimstiftung. In den kommenden Jahren wächst südlich der Ludwig-Roselius-Allee ein neues Quartier heran, das quasi als Klammer für das sozial benachteiligte Quartier Blockdiek und dem einkommensstärkeren Ellener Feld dienen soll. Eine Aufwertung der bestehenden Einrichtungen im angrenzenden Quartier passt da gut ins Bild, zumal damit gerechnet wird, dass mit den Neubauten auch mehr Nutzer von sozialen Einrichtungen und Sportflächen sowie Kunden für das Einkaufzentrum in das Quartier ziehen.

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