Fußball-Sportwoche Aumund

Millimeterarbeit der "Husaren"

Bei der Aumunder Fußball-Sportwoche hat der SV Grohn das Spiel gegen die Gastgeber in der Schlussphase gewendet und sich mit 2:1 behauptet.
04.08.2021, 11:55
Lesedauer: 3 Min
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Von Klaus Grunewald
Millimeterarbeit der "Husaren"

Grohns Kevin Kujawa leitete mit seinem Ausgleichstreffer die späte Wende gegen den SV Eintracht Aumund ein.

Florian Sulzer

Das war Millimeterarbeit: Mit zwei Toren in den letzten 120 Spielsekunden hat sich der SV Grohn in der Gruppe A bei der Fußball-Sportwoche des SV Eintracht Aumund um den  Heiwasol-Cup mit 2:1 gegen den Gastgeber durchgesetzt und benötigt noch einen Punkt, um ins Endspiel einzuziehen. Das will der Blumenthaler SV II verhindern, der die SG Marßel mit 6:2 abfertigte und an diesem Donnerstag mit einem Sieg über die "Husaren" seinerseits das Finale am Sonnabend erreichen würde.

SV Grohn – Eintracht Aumund 2:1 (0:1): Bis zur 58. Spielminute verteidigte  Bezirksligist seine knappe 1:0-Führung, die Christoph Kübler kurz vor dem Habzeitpfiff markiert hatte, der einen Steilpass aufnahm und an Grohns Keeper Alexander Janosch vorbei ins lange Eck schob. Die Aumunder verdienten sich den knappen Vorsprung, weil sie den mit zunehmender Spieldauer druckvoller agierenden Grohnern mit großem kämpferischen Einsatz Paroli boten. Die allerdings bei einem Lattentreffer der Hausherren Glück hatten, dann aber das Kommando auf dem Platz übernahmen und sich ein deutliches Plus an Spielanteilen und Ballbesitz erarbeiteten. Einziges Manko: Die Torchancen wurden nicht genutzt. So ließen Benjamin Samorski, Landing Sanneh und Ismail Zivoli bereits in der ersten Viertelstunde gute Gelegenheiten zum Führungstreffer aus. Derweil verließen sich die Hausherren auf ihr Abwehrbollwerk und Konterfußball nach Balleroberung. Mit zunehmender Spieldauer häuften sich vor gut 100 Zuschauern freilich die Nickeligkeiten auf dem Rasenplatz im Kifkenbruch. Der Spielfluss litt unter vielen Unterbrechungen.

Sofort nach Wiederanpfiff wollte das Heine-Team das Blatt wenden, konnte Eintracht-Keeper Tim Pülm aber zunächst nicht überwinden, der sich zum Turm in der Abwehrschlacht entwickelte, während der Unparteiische gelbe Karten auf dem Spielfeld und am Spielfeldrand verteilte. Als er gegen Spielende bereits auf die Uhr schaute, sollte den Aumundern der Sieg noch entgleiten. Zunächst gelang dem eingewechselten Kevin Kujawa mit einem Schuss aus spitzem Winkel der Ausgleich (58.), dann spitzelte Alvin Jasarevic den Ball an Pülm vorbei zum zwar verdienten, aber letztlich doch glücklichen 2:1-Sieg ins Netz. Während Philipp Heine aufatmete und von einer dominanten Vorstellung seiner Mannschaft sprach, haderte Eintracht-Coach Marcel Wätjen mit dem Fußballgott, der Grohn in den letzten zwei Minuten zwei Treffer gönnte.

Blumenthaler SV II – SG Marßel 6:2 (4:2): Schon im ersten Spiel der Gruppe A gegen den SV Eintracht Aumund (0:1) hatte das Team von Trainer Wolfgang Noch aus der Kreisliga A mit mutigem Angriffsfußball überrascht. Und auch gegen den routinierten Bezirksligisten vom Burgwall mit Spielertrainer Daniel Rosenfeldt stellten sie sich nicht hinten rein, sondern versuchten sofort mit schnellen Ballpassagen zum Erfolg zu kommen. Doch die Offensivaktionen verpufften zu oft am Strafraum des Gegners, der den Kreisligisten immer wieder und auch mit Erfolg auskonterte. Wobei sich einmal mehr Daniel Rosenfeldt als Flügelflitzer als zu schnell für seine Gegenspieler erwies.

Dennoch ließ sich die SG Marßel durch das schnelle Führungstor der Blumenthaler durch Paul Barton (6.) nicht schockieren. In der 13. Minute lancierte Celilcan Aksel einen Freistoß aus 17 Metern in den linken oberen Torwinkel. Blumenthals Keeper Niels Gronau hatte keine Abwehrchance, es stand 1:1. Ein Treffer, der den Offensivmut der Marßeler  zwar befeuerte, ihre Defensive aber gleichzeitig sorglos machte. Die Folge: Innerhalb von zwölf Minuten schraubten Jannis Hennecke (16./28.) und Luca Klingforth (25.) das Zwischenergebnis auf 4:1 für die Burgwallelf.

Der Underdog ließ sich jedoch nicht entmutigen. Kurz vor dem Halbzeitpfiff schob Musa Boira dem Blumenthaler Keeper den Ball durch die Beine und erzielte den zweiten Treffer für die Spielgemeinschaft. Und sofort nach dem Wiederanpfiff wollte sie mehr, fing sich aber erneut einen Konter ein. Nach einem langen Sprint erhöhte Jannis Hennecke mit seinem dritten Treffer auf 5:2 (37.). Wenig später musste SGM-Torwart Florian Alexander Schäfers Kopf und Kragen riskieren, um den sechsten Gegentreffer zu verhindern (48.), war dann aber nach einem Fehler beim Abschlag gegen den Schuss von Jannik Ehlers zum 6:2-Endstand für die BSV-Reserve machtlos (55.). Während Daniel Rosenfeldt sein Team für eine gute taktische Vorstellung und konsequent herausgespielte Treffer lobte, hatte Marßels Coach Wolfgang Noch gute spielerische Ansätze, aber auch leichtfertige Fehler seines Teams gesehen.

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