Fußball-Bezirksliga Bremen

Willenbrock schnürt einen Dreierpack

Der SV Eintracht Aumund verteidigte mit einem 3:1-Erfolg beim ESC Geestemünde II seine Spitzenposition und fordert nun den Zweiten SC Lehe-Spaden heraus, der die SG Aumund-Vegesack II mit 7:0 überrollte.
21.09.2020, 14:31
Lesedauer: 4 Min
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Von Karsten Hollmann
Willenbrock schnürt einen Dreierpack

Aumunds Ricardo Willenbrock (hier am Ball im Pokalspiel gegen den Brinkumer SV), markierte einen Dreierpack im siegreichen Bezirksliga-Gastspiel beim ESC Geestemünde II.

Christian Kosak

Der TSV Lesum-Burgdamm hat in der Bremer Fußball-Bezirksliga ausgerechnet gegen das bis dato ungeschlagene Spitzenteam TuS Schwachhausen II mit einem 4:1-Sieg den ersten Dreier in dieser Saison eingefahren. Die TSV Farge-Rekum kehrte dank eines Doppelpacks von Philip Bohnhardt und eines 2:1-Triumphs beim TSV Wulsdorf in die Erfolgsspur zurück. Ricardo Willenbrock schnürte sogar einen Dreierpack für den SV Eintracht Aumund. Dieser verteidigte mit einem 3:1-Erfolg beim ESC Geestemünde II seine Spitzenposition und fordert nun den Zweiten SC Lehe-Spaden heraus, der die SG Aumund-Vegesack II mit 7:0 überrollte.

ATS Buntentor – Blumenthaler SV II 2:1 (1:0): Die beiden Mannschaften mussten auf den Platz des CF Victoria Bremen 05 ausweichen. „Der war richtig schlecht, sodass es ein einziges Gebolze wurde“, stellte Blumenthals Spielertrainer Daniel Rosenfeldt fest. Vor dem 1:0 für die Gastgeber schlug BSV-II-Verteidiger Jannis Brandhorst über den Ball. Artur Raffelsiefen umkurvte dann noch Blumenthals Torwart Niels Gronau und traf zur Führung. „Der Vorlagengeber zum 2:0 stand einen Meter im Abseits“, ärgerte sich Rosenfeldt. Omar Fofana gelang die Vorentscheidung.

Paul Barton verpasste dann den Anschlusstreffer, weil das Spielgerät noch leicht versprang. Andreas Beutelsbacher köpfte das Leder nach einem Eckball zudem an den ATS-Pfosten. Nach einem Foul an Hannes Günter glückte Paul Barton per Elfmeter dann doch noch das späte 1:2. „In der Nachspielzeit erwischte mich mein Gegenspieler am Hacken. Der Schiedsrichter wollte in der letzten Szene der Partie aber nicht noch einmal auf den Elfmeterpunkt zeigen“, teilte Daniel Rosenfeldt mit.

ESC Geestemünde II – SV Eintracht Aumund 1:3 (0:1): „Das war ein ganz schwaches Spiel. Meine Mannschaft hat nicht das gemacht, was wir uns vorher vorgenommen hatten. Aber dennoch nehmen wir die drei Punkte natürlich gerne mit“, sagte SV-Coach Marcel Wätjen nach dem dritten Sieg im dritten Spiel. Fünf Minuten vor dem Pausenpfiff setzte Steffen Burdorf nach einem Eckball für die Platzherren zum langen Befreiungsschlag an. Dieser Ball wurde zu einer Torvorlage für Ricardo Willenbrock, der die Kugel an ESC-II-Torsteher Kevin Blum zum 1:0 vorbeischob.

Der Gast hätte aber bereits zehn Minuten zuvor in Führung gehen können, als Dennis Hutengs in aussichtsreicher Position scheiterte. Steffen Burdorf fädelte auch das 2:0 von Ricardo Willenbrock ein. SV-Schlussmann Patrick Wilhelm musste einen verdeckten Kullerball zum 1:2 passieren lassen. Joker Patrick Arkulary legte Ricardo Willenbrock das 3:1 auf. „Dann haben wir es vernünftig zu Ende gespielt“, ließ Wätjen wissen.

TSV Wulsdorf – TSV Farge-Rekum 1:2 (0:1): Nach knapp einer Viertelstunde eroberte sich Frages Marvin Mertens den Ball, drang in den gegnerischen Strafraum ein und flankte im Anschluss auf Philip Bohnhardt. Dieser nahm das Spielgerät kurz an und beförderte es schließlich zum 1:0 für die Gäste ins kurze Eck. Das 2:0 war dann eine Co-Produktion aller drei Bohnhardt-Brüder. Christian Bohnhardt bediente an der Außenlinie seinen jüngeren Bruder Frederik Bohnhardt. Dieser spielte den Ball dann in den Lauf des Zwillingsbruders von Christian Bohnhardt, Philip Bohnhardt.

Letzterer hatte keine Mühe zur Vorentscheidung nach 49 Minuten zu vollstrecken. Rene Schmitt verkürzte aber nur wenig später auf 1:2. „Wir haben aber die Köpfe wegen dieses Gegentreffers nicht hängen lassen“, versicherte Farges Trainer Carsten Herbst. In den letzten Minuten hätten die Bremerhavener aber noch einmal mächtig auf den Einstand gedrängt. „Letztendlich haben wir das Spiel aber verdient mit 2:1 gewonnen“ (Herbst).

SC Lehe-Spaden – SG Aumund-Vegesack II 7:0 (4:0): „Das Spiel war nicht so eindeutig, wie es das Ergebnis aussagt. Wir hatten auch ein wenig Pech“, erklärte SAV-II-Coach Luis Serrano Leonor. Der Torschütze zum 1:0, Dennis Zarger, habe zum Beispiel im Abseits gestanden (10.). „Dem 2:0 ging außerdem ein Foulspiel an unserem Torwart Stephan Wiese voraus“, teilte Serrano Leonor mit. Der Schiedsrichter habe dieses wohl übersehen. Auf der anderen Seite markierte Ismaila Drammeh nach einer starken Kombination das vermeintliche 1:2. „Weshalb das Abseits sein sollte, wissen wir nicht“, ärgerte sich Luis Serrano Leonor. Ismaila Drammeh vergab noch freistehend zwei weitere Riesenchancen. Einmal traf er dabei das leere Gehäuse nicht. Auch Ahemd Atris und Muhamed Hodzic hatten noch jeweils Treffer für die Grün-Weißen auf dem Fuß. „Bei uns passen kleine Sachen noch nicht zusammen. Ich mache meiner Mannschaft aber keinen Vorwurf“, so Serrano Leonor.

TSV Lesum-Burgdamm – TuS Schwachhausen II 4:1 (2:0): „Wir haben viel umgestellt. Das hat auch prima hingehauen“, frohlockte TSV-Trainer Oktay Özdemir. Dieser bot Özer Alkur als Spielmacher auf. Dafür rückte Shirwan Hussein Khalef neben Safak Temirlenk auf die Sechs zurück.

Auf der rechten Seite offenbarte Marius Schramm eine starke Darbietung. Stefan Rothermund bereitete das 1:0 von Sipan Heso, der sich später am Knie verletzte, mustergültig vor und erzielte das 2:0 dann selbst. Rothermund sorgte für viel Unruhe im TuS-Strafraum und hätte auch noch das eine oder andere Tor nachlegen können. Kurz nach der Pause schraubte Stefan Rothermund das Ergebnis dann aber doch auf 3:0 in die Höhe. Beim 4:1 flankte Shirwan Hussein Khalef das Leder auf den ersten Pfosten zu Özer Alkur, der den Ball mit dem Kopf knapp über der Grasnarbe ins Netz jagte.

„Wir waren gegen eine Topmannschaft sehr laufstark. Was vorher schlecht gelaufen war, hat nun alles geklappt“, zog Oktay Özdemir ein positives Fazit.

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