Handball-Bremenliga der Männer Ein faires Miteinander im brisanten Vereinsduell

Rund 100 Zuschauer haben sich das vereinsinterne Derby zwischen dem SV Grambke-Oslebshausen III und dem SVGO II in der Halle an der Sperberstraße in Oslebshausen angeschaut.
28.11.2019, 15:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Karsten Hollmann

Bremen-Nord. Rund 100 Zuschauer haben sich das vereinsinterne Derby in der Handball-Bremenliga der Männer zwischen dem SV Grambke-Oslebshausen III und dem SVGO II in der Halle an der Sperberstraße in Oslebshausen angeschaut. Sie sahen am Ende einen klaren 40:20-Sieg der „Gäste“.

Die HSG Vegesack-Hammersbeck zog gegen die SG Buntentor/Neustadt II mit 21:23 den Kürzeren. Schlusslicht HSG Schwanewede/Neuenkirchen III verkaufte sich bei der 22:32-Niederlage gegen den Dritten HSG LiGra II ordentlich.

SV Grambke-Oslebshausen III – SV Grambke-Oslebshausen II 20:40 (8:17): Die Partie startete sehr ausgeglichen. Nach sechs Minuten brachte Till Möller den Außenseiter sogar mit 3:2 in Führung. „Mit drei A-Jugend-Spielern haben wir eine junge Mannschaft auf den Platz geschickt, um zu schauen, wie diese sich schlägt“, informierte SVGO-III-Übungsleiter Thorsten Draeger – die A-Junioren waren Moritz Mühlbach, Max Schriefer und Max Breitzke.

„Unsere zweite Herren war uns in Sachen Dynamik und Geschwindigkeit überlegen und hat gezeigt, woran die Jungs noch arbeiten müssen. In der Deckung griff die 6:0-Deckung erst in der zweiten Halbzeit etwas besser. Am Ende fehlte einfach die Kraft“, fasste Draeger zusammen.

„Ein solches Vereinsderby ist immer sehr speziell. Deshalb bin ich umso glücklicher darüber, dass alles ganz entspannt und fair über die Bühne gegangen ist“, zog SVGO-II-Trainer Jörg Rutenberg eine positive Bilanz. Da die dritte Formation über ausreichend Akteure verfügte, kam Rutenberg auch nicht in die Bredouille, beim Kontrahenten aushelfen zu müssen.

„Wir haben schnell für klare Verhältnisse gesorgt“, teilte Jörg Rutenberg mit. Nach dem Treffer zum 8:14 von SVGO-Damen-Trainer Stephan Rix für die dritte Formation nach 26 Minuten zog der Titelaspirant bereits vorentscheidend mit einem 9:1-Lauf auf 23:9 davon. Jörg Rutenberg freute sich über das große Zuschauerinteresse. „Dafür ist ein Freitagabend immer ganz angenehm“, so der Übungsleiter.

SV Grambke-Oslebshausen III: Walther, Süß; Ciwinski, Draeger, Mühlbach (2), Scholtes, Breitzke (3), Lubczyk, Rotenberg (5/3), Greulich (3), Rix (2/1), Möller (1), Schriefer (3), Grosswald (1).

SV Grambke-Oslebshausen II: Schimske; Wendt (1), Stegemann (1), Krüger (3), Kohrt (9), Meyran (4), Zittlosen (10), Pfeiffer (7/1), Metzscher (1), Hellmann, Humann (1), Sören Schmidt (1), Bangert (2).

HSG Vegesack-Hammersbeck – SG Buntentor/Neustadt II 21:23 (11:10): Beim 9:7 schienen sich die Hausherren absetzen zu können, kassierten aber prompt den 9:9-Ausgleich. „Die dargebotenen Leistungen rissen zwar niemanden vom Hocker. Der stets enge Spielstand hauchte der Begegnung jedoch Spannung ein“, sagte HVH-Coach Rolf Wieduwilt. Nach Wiederbeginn bauten Sascha Gramberg und Yannik Woelke die Führung auf 13:10 aus.

In den nächsten 17 Minuten gab es kein Vegesacker Tor mehr zu bestaunen. Nur HVH-Keeper Bastian Preuß präsentierte sich in dieser Phase in guter Verfassung. „Die Vielzahl seiner Paraden reichte aber nicht aus, um die Fehler seiner Vorderleute auszugleichen“, so Wieduwilt, der es positiv betrachtete, dass sein Team niemals aufgegeben habe. Romek Poplawski beendete nach 50 Minuten die lange Durststrecke zum 14:20. Die Nordbremer arbeiteten sich sogar noch bis auf 21:22 (Jan Fasse) heran, doch zum Punkt langte es nicht mehr.

HSG Vegesack-Hammersbeck: Preuß, René Röse, Springer; Fasse (3), Gramberg (6/2), Hinrichs (1), Lisson (2), Precht, Poplawski (6), Przygoda, André Röse (1), Sobota, Woelke (2).

HSG Schwanewede/Neuenkirchen III – HSG LiGra II 22:32 (9:16): „Unsere Leistung gegen den Titelanwärter war ganz gut“, teilte „Schwäne“-Spielertrainer René Tants mit. In den ersten zehn Minuten habe das Spiel den Torhütern gehört, die auf beiden Seiten mit ihren Paraden glänzten. „Doch LiGra II hatte durch Einwechslungen die besseren Lösungen parat. Wir spielten dafür im Angriff mit zu wenig Druck und waren nicht gefährlich genug. Was wir aber nach der 45. Minute gemacht haben, ist etwas worauf wir aufbauen müssen“, sagte René Tants. Da sich seine Mannschaft ohnehin gerade in einem Umbruch im Hinblick auf den Kader befinde, habe er die A-Jugendlichen Steffen Spanjer und Fynn Müller aufgeboten. „Die beiden haben auch eine überraschend gute Leistung abgerufen“, äußerte sich Tants.

HSG Schwanewede/Neuenkirchen III: Schumann; Siemer (1), Malte Müller, Hütten (3), Spanjer, Fynn Müller (1), Trittin, Ohlandt (2), Tants (5/3), Jonas Dörjes, Siemer (2), Jensen (2), Malte Dörjes (6).

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