Fußball-Bezirksliga Bremen

Erste Saison-Niederlage

Die Winterpause der Fußball-Bezirksliga Bremen ist vorbei – und zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs hat es am 17. Spieltag einen ordentlichen Paukenschlag gegeben.
02.03.2020, 15:59
Lesedauer: 4 Min
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Von MARTIN PRIGGE
Erste Saison-Niederlage

Marco Suchan (Blumenthaler SV II) wird im Bezirksliga-Heimspiel von Ekin Durmaz (rechts/ESC Geestemünde II) gefoult.

CARMEN JASPERSEN

Bremen-Nord. Die Winterpause der Fußball-Bezirksliga Bremen ist vorbei – und zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs hat es am 17. Spieltag einen ordentlichen Paukenschlag gegeben: Der bis dato ungeschlagene Tabellenprimus 1. FC Burg hat sich die erste Saisonniederlage eingefangen. Im Topspiel unterlagen die Nordbremer dem direkten Verfolger Tuspo Surheide mit 0:3.

Gegen das Liga-Schlusslicht ESC Geestemünde II erreichte der Blumenthaler SV II einen 3:1-Sieg und die SG Aumund-Vegesack II verlor bei ATSV Sebaldsbrück mit 2:3. Wertvolle Punkte im Abstiegskampf blieben dem TSV Lesum-Burgdamm trotz guter Leistung zudem beim 1:3 gegen TuS Schwachhausen II verwehrt, während die ebenfalls abstiegsbedrohte TSV Farge-Rekum bei ATS Buntentor mit 2:7 unter die Räder geriet.

Tuspo Surheide – 1. FC Burg 3:0 (0:0): Die Siegesserie war vor Weihnachten gegen den ATS Buntentor (1. Dezember/2:2) gerissen – nun musste FCB-Coach Sascha Steinbusch im Topspiel auch die erste Saison-Niederlage notieren. Burgs Trainer gab zwar zu, dass seine Mannschaft „nicht die Körpersprache und das spielerische Vermögen gezeigt“ habe. Einen bitteren Beigeschmack hatte die Niederlage jedoch vielmehr aufgrund etlicher fragwürdiger Entscheidungen des Schiedsrichters erhalten.

„Spieler ohne Schienbeinschützer, die kein Gelb bekommen haben, Elfmeter verweigert und Handspiel gepfiffen, wo keins war. Surheide hat es gut gemacht und wir nehmen das 0:3 auch an, aber mit dieser Schiri-Leistung macht es der Mannschaft und mir als Trainer keinen Spaß“, sagte Sascha Steinbusch.

Nach einem torlosen ersten Durchgang erzielte Bugra Kurt die Surheider Führung in der 55. Minute. Dario Neves-Nunes erhöhte rund zehn Minuten später per Elfmeter auf 2:0 (66.) und erneut Bugra Kurt sorgte in der Schlussphase für den 3:0-Endstand (83.). Im Anschluss sah FCB-Routinier Manfred Klein dann noch Gelb-Rot (90.+1). „Angeblich wegen Beleidigung, aber er hat nichts gesagt“, monierte Sascha Steinbusch.

Blumenthaler SV II – ESC Geestemünde II 3:1 (1:1): Die Partie entwickelte sich zu einem sehr intensiven und kampfbetonten Spiel, doch letztlich behielt Blumenthal II die Oberhand. Nach einem missglückten Geestemünder Konterangriff bekam Andreas Beutelsbacher den Ball und spielte ihn auf N’yanvi-Hanssah „Lila“ Akposso, der zum 1:0 einnetzte (17.). Einen Torwartfehler nutzte anschließend Yunus Gündogdu aus und erzielte für die Gäste noch vor der Pause den 1:1-Ausgleich (41.). „Wir sind dann deutlich besser aus der Pause gekommen, haben nicht nachgelassen und sind sehr diszipliniert aufgetreten. Das war eine richtig gute Mannschaftsleistung“, berichtete BSV-Spielertrainer Daniel Rosenfeldt. Als Malte Ueckert im Strafraum gefoult wurde, verwandelte Jannik Ehlers den folgenden Elfmeter souverän zum 2:1 der Platzherren (51.). Im Nachsetzen markierte Marco Suchan schließlich das 3:1 (73.).

TSV Lesum-Burgdamm – TuS Schwachhausen II 1:3 (1:1): Erkan Köseler begann seine Analyse so, wie er das zuletzt auch vor der Winterpause getan hatte. Der TSV-Coach lobte sein Team für eine starke Leistung, aber wie schon so oft in dieser Saison seien die Lesumer zu fahrlässig mit ihren Tormöglichkeiten umgegangen. Eine Standardsituation verwandelte Maximilian Zachries nach sechs Minuten zum 1:0 der Gäste. Kurz darauf gelang TSV-Goalgetter Alex Patehe das 1:1 (17.). „Wir hatten viel mehr vom Spiel, deshalb war dieser Ausgleich verdient“, so Köseler.

Lesum konnte mit dem Tabellenvierten mithalten – einzig die Tore fehlten. Das machte Schwachhausen II besser: Ein laut Köseler „unglücklicher Ball“ landete in der 77. Minute unter der Latte zum 2:1 durch Lennart Kaars. Wegen eines Handspiels flog danach der kurz zuvor eingewechselte Andreas Kurakin mit Rot vom Platz (81.), und den anschließenden Strafstoß brachte Ahmad-Fahad Kabir im Lesumer Kasten unter (3:1/82.).

ATSV Sebaldsbrück – SG Aumund-Vegesack II 3:2 (3:2): Zwei der insgesamt fünf Treffer waren Eigentore. Vegesacks Ali Omeirat traf zunächst in das falsche (1:0/13.) und später per Elfmeter dann noch in das richtige Tor (3:2/44.). Dazwischen erhöhten Hamza Miri (15.) und Ebubekir Alaca (25.) auf 3:0, ehe Sebaldsbrücks Ahmet Myri ebenfalls den Ball im eigenen Netz zum zwischenzeitlichen 3:1 versenkte (26.). SAV-Coach Dave Kankam hatte einige Akteure aus der A-Jugend dabei, die von ihrem Einsatz am Vortag noch ermüdet waren. Ebrima Bojang und Tom Wittkowski ließen zudem einige Möglichkeiten liegen. „Wir haben uns Mühe gegeben“, betonte Dave Kankam, der das Augenmerk jetzt auf das anstehende Nordderby gegen den Blumenthaler SV II richtet, das am kommenden Sonntag um 17 Uhr angepfiffen wird.

ATS Buntentor – TSV Farge-Rekum 7:2 (3:0): Den Pflichtspieleinstand des neuen Trainerduos Carsten Herbst/Dennis Zäbe kann Farge getrost abhaken. Sieben Gegentreffern standen die beiden Farger Tore von Christian Bohnhardt (79./84.) gegenüber – für den Nordklub war es ein gebrauchter Tag. „Wir waren zu weit weg vom Gegenspieler. Buntentor war entschlossener und reifer, wir haben den Zugriff nicht gefunden und waren auch zu nervös“, sagte Dennis Zäbe. Gleichwohl hätte die Begegnung anders ausgehen können, wenn das Abseitstor von Nico Gnutzmann gleich zu Beginn gewertet worden wäre.

So markierte für Buntentor zunächst Mohamed Chaib einen lupenreinen Hattrick (10./25./39.), ehe Artur Raffelsiefen mit dem 4:0 (73.) sowie Luis Filippe Pereira Ferraz (5:0/77.), erneut Raffelsiefen (6:1/81.) und wieder Luis Filippe Pereira Ferraz (7:2/90.) dem Abstiegskandidaten den Garaus machten. „Am Ende waren das viel zu viele Gegentore, aber wir haben immer noch Potenzial“, so Dennis Zäbe.

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